
Die 310. Sprendlinger Kerb trotzt der Hitze: Bei 36 Grad wird das Festzelt zur Sauna – doch gefeiert wird trotzdem bis Dienstag. Alle Highlights im Überblick!
35, 36 Grad – Festzelt oder Sauna? Bei der Eröffnung der 310. Sprendlinger Kerb ist die Antwort eigentlich egal. Die Sprendlinger feiern so oder so! Das Kerbteam rund um Vorsitzenden Dennis Dracker hat mal wieder alles gegeben, und die Besucher dankten es mit voller Hütte – selbst wenn man darin ordentlich ins Schwitzen kommt. Dracker selbst nimmt die Hitze mit Humor. Und ehrlich gesagt: Wer die Sprendlinger Kerb kennt, weiß, dass hier kein Thermometer das Stimmungsbarometer beeinflusst.
Am Freitagabend eröffneten Bürgermeister Martin Burlon, Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt und Erster Stadtrat Holger Dechert das Fest standesgemäß mit dem Bieranstich. Bürgermeister Burlon richtete klare Worte ans Kerbteam: „Ohne euch würde es die Kerb nicht geben.“ Überall auf dem Festplatz leuchteten die gelben T-Shirts der fleißigen Helferinnen und Helfer. Die Band Hangover sorgte für den ersten ausgelassenen Partyabend – und der hatte es in sich.
In Sprendlingen kommt der Kerbbaum traditionell erst am Samstag – wenn die Kerb längst läuft. In diesem Jahr gab es eine Besonderheit: Weil es keinen aktuellen Kerbborsch-Jahrgang gibt, übernahmen ehemalige Kerbborschen das Aufstellen. Viele Burschen aus dem Jahrgang 2024 packten mit an, Max Winter gab die Kommandos. Erfahrung war also vorhanden – und trotzdem brauchte das Team eine gute Stunde, bis der Baum endlich stand. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt!
Am Samstagabend spielte die Band Wanda mit einer Mischung aus Schlager, Pop und Rock – und das Zelt war rappelvoll. Hitzefrei? Fehlanzeige! Dass so ein Fest auch ohne aktuellen Jahrgang funktioniert, liegt laut Dennis Dracker genau am Charakter der Sprendlinger Kerb: „Das ist wirklich ein intimes Fest, wo du nahezu jeden kennst.“ Und gerade dieser besondere Zusammenhalt macht den Unterschied zu einem gesichtslosen Massenfest.
Wie sehr die Kerb verbinden kann, zeigte unter anderem der Jahrgang 2011 eindrucksvoll: 16 der damals 25 Kerbborschen kamen wieder zusammen und zogen gemeinsam mit dem Bollerwagen los. Dennis Pietrowski bringt es auf den Punkt: „Durch die Kerbborschen sind die besten Freundschaften entstanden, die ich mir vorstellen kann.“ Insgesamt feiern zehn Jubiläumsjahrgänge mit – der älteste blickt dabei auf stolze 75 Jahre zurück.
Noch ist die Kerb nicht vorbei! Am Montag wird eine alte Tradition wiederbelebt: Ab 11 Uhr lädt das Kerbteam zum Frühschoppen ein – ganze 135 Sprendlinger Unternehmen wurden dazu eingeladen. Um 14.30 Uhr folgt der Seniorennachmittag. Und bis Dienstagabend wird weiter gefeiert. Das Kerbteam hofft außerdem, dass sich im kommenden Jahr wieder ein neuer Jahrgang findet – damit die Tradition in Sprendlingen auch in Zukunft lebendig bleibt. Wir drücken die Daumen!






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