
Seit 25 Jahren begeistert der Skatecontest in Bad Vilbel die Region. Jetzt gibt es mit dem neuen Skatepark Mulde eine 850 m² große Anlage für alle Levels.
Skateboarden, Scooter-Fahren, BMX – was vor 25 Jahren mit drei Jugendlichen und einer Idee begann, ist heute ein fester Bestandteil der regionalen Funsportkultur. Johannes Wicht, Florian Müller und Tobias Kibbel riefen in Bad Vilbel einen Skatecontest ins Leben – damals ganz ohne Skateplatz. Der erste Contest fand kurzerhand auf rauem Untergrund vor dem Herkules Center in Dortelweil statt. Nicht ideal, aber das hielt die drei nicht auf!
Ihr Ziel war klar: eine Plattform schaffen, die sportlichen Wettbewerb mit Begegnung und Jugendkultur verbindet. Und genau das haben sie erreicht. „Was zunächst als eigeninitiierte Veranstaltung mithilfe des Freizeitzentrums (Efzet) begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der regionalen Skateszene“, blickt Johannes Wicht, Chef von Wheelspin, beim diesjährigen Skateboard-, Scooter-, BMX-Contest auf dem Quellenfest zurück.
Die Geschichte des Contests steckt voller unvergesslicher Momente. Dazu gehört die Rap-Einlage des ehemaligen Bürgermeisters Günther Biwer bei der Einweihung einer Betonrampe, der Bau der Skateanlage an der Mulde im Burgpark sowie zwei Bike-Strecken an den Jugendhäusern in Dortelweil und auf dem Heilsberg. Ohne die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Efzet wäre vieles davon nicht möglich gewesen. „Ein besonderer Dank gilt Thomas Kahlert und Frank Mees“, betont Tobias Wagner.
Als die erste Anlage im Burgpark in die Jahre kam und die Skateszene in Bad Vilbel nachließ, wurde gehandelt: Johannes Wicht und Mitarbeiter des Jugendzentrums starteten eine Petition an die Stadt – und hatten Erfolg. Mit Blick auf den Hessentag in der Quellenstadt fanden sie beim Magistrat offene Türen.
Am 22. Mai 2025 eröffnete Bürgermeister Sebastian Wysocki den brandneuen Skatepark Mulde im Burgpark. Auf 850 Quadratmetern bietet die Anlage für alle etwas – egal ob Anfänger, Kids oder Profi. Der Park gliedert sich in drei Bereiche:
Das Highlight der Anlage ist ein eingelassenes Becken in klassischer Nierenform – der sogenannte Skatepool. Insgesamt hat die Baufirma Yamamoto Living Ramps satte 550 Tonnen Beton verbaut. Die Gesamtkosten: 750.000 Euro. Zwei Drittel davon kamen aus Bundes- und Landesmitteln des Programms „Lebendige Zentren“ sowie aus Fördermitteln des Hessentags. Neben dem Skatepark gibt es außerdem einen neuen Basketballplatz.
Beim diesjährigen Quellenfest herrschte beim Skate-, Scooter- und BMX-Contest reger Betrieb. Johannes Wicht und sein Team sorgten, unterstützt von Profis und Showfahrern, für ein abwechslungsreiches Programm mit Tipps zu Skateboards, Scootern, BMX-Rädern und der richtigen Schutzausrüstung. Das positive Feedback von Eltern, Kindern, Jugendlichen und Profis zeigt: Der Skatecontest ist weit mehr als ein Wettkampf – er ist Treffpunkt, Bühne und Inspiration zugleich.
Johannes Wicht hat seine Leidenschaft für den Funsport übrigens auch ins Berufsleben eingebracht. Er ist Ausbildungsmeister im Berufsbildungswerk Karben und Inhaber von zwei „Wheelspin. Bike und Boards“-Fahrradgeschäften.
Der Skatepark Mulde ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet – und die Nutzung ist komplett kostenlos. Einfach die Benutzerregeln auf den Hinweisschildern beachten und loslegen. Der Sound der Weltstadt trifft hier auf echten Straßensport – wir freuen uns auf noch viele weitere Jahre Skatekultur im Main-Gebiet!






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