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100 junge Ehrenamtliche rocken das „Raus ausm Keller

100 junge Ehrenamtliche bauen das „Raus ausm Keller

Redaktion
·
4. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Stunden

Wenn Leidenschaft ein Festival baut

Ehrenamt, Community und richtig gute Musik – das „Raus ausm Keller“-Festival in Egelsbach zeigt, wie’s geht! Rund 100 junge Helfer zwischen 14 und 35 Jahren stemmen die elfte Ausgabe des Festivals gemeinsam – und das mit einer Energie, die ansteckt. Seit den frühen Morgenstunden des Aufbautages verwandeln sie die Bürgerhauswiese in ein echtes Festivalgelände: Getränkeinsel, Kühlwagen, Pavillons, Bauzäune mit Werbebannern – alles entsteht durch junge, tatkräftige Hände.

Eine Community, die zusammenhält

Was das „RAK“ so besonders macht? Die Atmosphäre! „Wir haben eine richtige Community aufgebaut. Es macht unheimlich viel Spaß“, sagt Robert Hoppe, pädagogischer Mitarbeiter beim Verein für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung Rhein-Main, der das Festival organisiert. Er ist einer von nur zwei Hauptamtlichen im Projekt. Viele Helfer kommen anfangs als Besucher, fragen dann ob sie mitmachen können – und bleiben. „Jeder findet hier Freunde“, so Hoppe.

Zum ersten Mal dabei ist Felix Luft. Der 27-Jährige kam direkt nach einer 24-Stunden-Schicht in der Klinik auf das Gelände, um beim Aufbau zu helfen. Er übernimmt außerdem eine Drei-Stunden-Schicht am Einlass und backt Zimtschnecken-Muffins für den Vereinskiosk. Sein Fazit: „Das Festival ist sehr familiär, alle Helfer kennen sich. Und die Musik ist einfach geil.“

Zwölf Acts, ein großes Line-up

Am Samstag, 5. September, treten ab 14 Uhr zwölf Bands und Künstler auf – lokale Größen und überregionale Acts in einer starken Mischung. Mit dabei sind Helena Scholz (bekannt aus „The Voice Kids“), der Männerchor „Elschbächer Goldkehlchen“, die Egelsbacher Band Rasselbande, die Ulmer Post-Grunge-Alternative-Rocker Van Holzen, der Frankfurter Rapper Bosca sowie die Pop-Punker WSTR, die extra aus England anreisen. Für alle Acts steht der Bürgerhaussaal als großzügiger Backstage-Bereich mit eigenem Catering bereit.

Hinter den Kulissen sorgt Franziska Schnith mit ihrem Team dafür, dass die Bands einen angenehmen Aufenthaltsraum haben. Die 24-jährige Psychologiestudentin leitet zum ersten Mal das Backstage-Team. „Die Liebe zur Livemusik verbindet uns alle“, sagt sie.

Jeder hat seine Aufgabe – vom Stage-Manager bis zum Springer

Eine der anspruchsvollsten Rollen hat Lukas Soukop. Der 30-Jährige ist Stage-Manager und verantwortet den reibungslosen Ablauf auf der Bühne. Die Umbaupausen zwischen den Acts dauern nur zwischen zehn und 25 Minuten – da zählt jede Sekunde. „Manche Bands haben echt viel Zeug dabei“, sagt er lachend. „Ich passe auf, dass wir nicht in Verzug geraten.“

Noemi Vogel, stellvertretende Vereinsvorsitzende, betreut die Bands am Festivaltag und leitet gleichzeitig das Dekoteam. Das Gelände wird bewusst heimelig gestaltet – mit Lichterketten, Palettenmöbeln und einer Fotoecke. „Wir richten es ein, um nicht nur harte Rocker, sondern die breite Masse anzusprechen“, erklärt sie.

Auch das Thema Sicherheit wird professionell angegangen: Ein „Awareness-Team“ unter Leitung von Maria Jäger, der zweiten Hauptamtlichen des Vereins, ist an rosafarbenen T-Shirts erkennbar. Die Teammitglieder wurden vorab professionell geschult und helfen, wenn sich jemand unwohl fühlt oder Unterstützung braucht. „Alle achten sehr aufeinander“, so Jäger.

Und selbst der 15-jährige Pierre Perrot ist mittendrin: Als Springer bringt er Altglas weg oder schiebt Getränke vom Kühlwagen zur Theke. „Es ist einfach cool, dabei zu sein“, sagt er – und bringt es damit auf den Punkt.

Tickets und Infos

Knapp 500 der maximal 800 Eintrittskarten sind bereits vergriffen – also schnell sein! Tickets kosten für Erwachsene 30 Euro, Unter-18-Jährige zahlen 10 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Erhältlich sind die Karten auf reservix.de, adticket.de sowie an der Tageskasse.

Das „Raus ausm Keller“-Festival zeigt eindrucksvoll: Wenn junge Menschen gemeinsam anpacken, entsteht echte Kultur – direkt vor der Haustür. Der Sound der Weltstadt reicht bis nach Egelsbach. Jetzt reinhören und dabei sein!

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