
Wohnmobil-Brand auf der A3 bei Niedernhausen: Propangasflaschen explodierten, 2500 m² Wald brannten.
Was am Mittwochabend (5. August) auf der A3 bei Niedernhausen passiert ist, klingt wie aus einem Actionfilm – und war bitterernst: Ein Wohnmobil geriet in Vollbrand, Propangasflaschen explodierten, und ein ganzer Waldabschnitt stand in Flammen. Für die Menschen vor Ort war es ein gefährlicher Abend – zum Glück mit glimpflichem Ausgang.
Gegen 19:22 Uhr war ein 66-jähriger Fahrer auf der A3 in Richtung Süden unterwegs, als er zwischen der Anschlussstelle Idstein und dem Parkplatz Theißtal Rauch aus dem Bereich des rechten Vorderrades bemerkte. Gleichzeitig ließ die Bremskraft seines Fahrzeugs – ein zum Wohnmobil ausgebauter Renault Sprinter – spürbar nach. Der Mann ließ das Wohnmobil auf dem Standstreifen ausrollen.
Ein 42-jähriger Ersthelfer hatte den aufkommenden Brand schon zuvor gesehen und wollte den Fahrer warnen. Er hielt seinen Dacia vor dem Wohnmobil an. Doch das Gelände hatte an dieser Stelle ein Gefälle – und weil das Wohnmobil kaum noch Bremswirkung hatte, rollte es auf den Dacia auf. Der Sachschaden daran hielt sich laut Polizei in Grenzen: rund 500 Euro. Der Ersthelfer, seine 44-jährige Mitfahrerin und ihre zwei Kinder blieben unverletzt. Gott sei Dank!
Das Feuer breitete sich von der Vorderachse rasend schnell auf das gesamte Wohnmobil aus. An Bord befanden sich zwei Propangasflaschen, die im Verlauf des Brandes explodierten. Die Flammen griffen dann auf die angrenzende Böschung und den Waldboden über. Nach ersten Angaben der Feuerwehr brannte eine Waldfläche von rund 2500 Quadratmetern lichterloh – ein enormes Ausmaß.
Die Feuerwehren Idstein, Niedernhausen und Bad Camberg rückten aus, um den Waldbrand einzugrenzen und unter Kontrolle zu bringen. Die Löschzüge pendelten dabei zwischen dem Brandort und der Wasserentnahmestelle auf dem Parkplatz Theißtal hin und her. Um 21 Uhr dauerten die Löscharbeiten noch an.
Die Polizei sperrte die A3 in Fahrtrichtung Süden ab der Anschlussstelle Idstein und leitete den Verkehr nach Idstein um. Trotz der Vollsperrung kam es laut Polizei lediglich zu einem Rückstau von rund vier Kilometern. Laut ADAC dauerte die Sperrung noch an (Stand: 22:40 Uhr) – mit Verkehrsbehinderungen war noch bis etwa 2 Uhr zu rechnen. Also: Falls ihr in der Nacht auf der A3 unterwegs seid, plant lieber eine alternative Route ein!
Den Schaden am Wohnmobil schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro. Wie hoch der Flurschaden durch den Waldbrand ausfällt, war zunächst nicht abzuschätzen. Eine gute Nachricht gab es aber für alle Anwohner in der Gegend: Laut Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder die nahe gelegene ICE-Trasse.
Der Vorfall zeigt mal wieder, wie schnell ein technischer Defekt am Fahrzeug zu einer riesigen Gefahr werden kann – gerade wenn Gasflaschen im Spiel sind. Bleibt aufmerksam auf den Straßen rund ums Main-Gebiet – euer Radio Frankfurt hält euch auf dem Laufenden!






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