
Wohnungssuche in Frankfurt ist für Geflüchtete eine riesige Hürde. Tobias Gross fordert mehr politische Initiative für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt.
Frankfurt ist eine Weltstadt – bunt, vielfältig und voller Leben. Doch hinter der glänzenden Skyline steckt eine ernste Realität: Der Wohnungsmarkt in unserer Stadt ist hart. Und für Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, ist er noch viel härter. Tobias Gross, Geschäftsführer des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe, macht deutlich, wo das Problem liegt – und wer endlich handeln muss.
Wer nach Frankfurt flieht, landet zunächst in einer Unterkunft – wie der des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe im Hausener Weg. Das ist wichtig, keine Frage. Aber es ist keine Dauerlösung. Der nächste Schritt ist der schwierigste: eine eigene Mietwohnung finden. Klingt simpel, oder? Ist es aber nicht.
Tobias Gross erklärt das mit einem treffenden Gedankenexperiment: Stell dir vor, du bist in Syrien und musst dort eine Wohnung suchen – auf Arabisch, ohne zu wissen, welche Formulare du brauchst oder wie das Mietrecht funktioniert. Genau das erleben Geflüchtete hier in Frankfurt. Die Sprache ist dabei nur eine von vielen Barrieren.
Was macht die Wohnungssuche für Menschen mit Fluchtbiografie so schwierig? Es sind gleich mehrere Faktoren, die zusammenwirken:
Der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe leistet täglich wichtige Arbeit. Aber Vereine und soziale Träger können nicht alleine das ausbügeln, was auf politischer Ebene versäumt wird. Tobias Gross fordert deshalb klare Signale: mehr bezahlbarer Wohnraum, bessere Unterstützung für Menschen im Übergang von der Unterkunft in die eigene Wohnung – und vor allem mehr Mut auf Seiten der Verantwortlichen, Lösungen anzugehen, statt das Problem zu verschieben.
Frankfurt wächst. Die Stadt zieht Menschen an – aus aller Welt und aus allen Verhältnissen. Das ist der Sound der Weltstadt. Aber Weltstadt sein bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Für alle, die hier leben wollen.
Das Thema bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt geht uns alle an. Ob du schon lange hier wohnst oder gerade erst angekommen bist – eine Stadt, die für alle funktioniert, braucht mehr als gute Absichten. Sie braucht echte Taten. Wir bei Radio Frankfurt bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden – mit dem besten Programm im Main-Gebiet. Jetzt reinhören!






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