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Neue Wohnung in Frankfurt-Höchst: Wie eine irakische Familie ihr Zuhause fand

Eine irakische Familie findet nach elf Jahren endlich eine eigene Wohnung in Frankfurt-Höchst – dank ehrenamtlicher Hilfe.

Dominic Baum
·
6. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Stunden

Von Bonames über Rödelheim nach Höchst – eine Frankfurter Erfolgsgeschichte

Elf Jahre. So lange hat die Familie Al-Juboori gebraucht, um in Frankfurt endlich richtig anzukommen. Und das ist keine Übertreibung – denn Burhan Al-Juboori, seine Frau Dhuha Al-Sammarraie und ihre vier Kinder haben seit ihrer Ankunft in Frankfurt gleich drei vorübergehende Unterkünfte erlebt, bevor sie jetzt endlich eine eigene Mietwohnung gefunden haben. In Frankfurt-Höchst. Wir haben ihre Geschichte für euch.

Flucht aus dem Irak – und ein langer Weg zur eigenen Wohnung

2015 kamen Burhan und Dhuha nach ihrer Flucht aus dem Irak nach Frankfurt. Die erste Station: eine Übergangsunterkunft in Bonames. Danach folgte Rödelheim – erst in einer weiteren Übergangsunterkunft, dann ab 2019 in der Einrichtung des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe, ebenfalls in Rödelheim. Eine eigene Mietwohnung? Für Geflüchtete in Frankfurt ein harter Kampf, den viele kennen.

Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die sechsköpfige Familie hat in Frankfurt-Höchst eine Wohnung mit 144 Quadratmetern gefunden – groß genug für zwei Elternteile und vier Kinder. „Sie ist sehr alt“, sagt Vater Burhan mit einem Schmunzeln – aber sie ist ihre eigene. Und das zählt.

Ehrenamt macht den Unterschied

Was diese Geschichte mit unserem letzten Beitrag über ehrenamtliche Wohnungshelfer verbindet? Alles. Denn ohne die Unterstützung eines Ehrenamtlichen wäre dieser Erfolg wohl kaum möglich gewesen. Das zeigt einmal mehr, wie entscheidend freiwilliges Engagement auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt ist – gerade für Geflüchtete, die alleine kaum eine Chance haben, auf dem hart umkämpften privaten Markt Fuß zu fassen.

Unterkunftsleiter Benedikt Steiglechner betont, dass grundsätzlich jeder Geflüchtete auf dem privaten Wohnungsmarkt eine Wohnung mieten darf. Klingt simpel – ist es aber nicht. Denn zwischen dem Recht auf eine Wohnung und dem tatsächlichen Finden einer Wohnung liegen oft Welten. Genau hier springen Ehrenamtliche ein: Sie kennen die Stadt, sie kennen die Vermieter, sie kennen die Stolpersteine.

Was sich seit unserem letzten Bericht verändert hat

In unserem letzten Beitrag haben wir beleuchtet, was Ehrenamtliche generell bei der Wohnungssuche leisten. Die Geschichte der Familie Al-Juboori macht das jetzt greifbar – mit echten Gesichtern und einer echten Frankfurter Adresse. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und gelebter Realität.

Neu ist auch der konkrete Blick auf die Situation in Frankfurt-Höchst. Der Stadtteil im Westen Frankfurts ist bekannt für seinen starken Zusammenhalt und seine bunte Gemeinschaft – genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Für die Al-Jubooris beginnt jetzt ein neues Kapitel. Und das in einem Stadtteil, der zum Sound der Weltstadt gehört.

  • Drei Zwischenstationen in elf Jahren – jetzt endlich eine eigene Mietwohnung
  • 144 Quadratmeter für sechs Personen in Frankfurt-Höchst
  • Ehrenamtliches Engagement als entscheidender Schlüssel zum Erfolg
  • Private Vermieter: Geflüchtete dürfen mieten – aber die Hürden bleiben hoch

Frankfurt zeigt Herz – und das ist kein Zufall

Geschichten wie die der Familie Al-Juboori zeigen, warum Frankfurt mehr ist als Bankentürme und Skyline. Diese Stadt lebt durch ihre Menschen – durch diejenigen, die helfen, und durch diejenigen, die trotz aller Hindernisse nicht aufgeben. Das beste Programm im Main-Gebiet kommt eben nicht nur aus dem Radio, sondern auch aus dem echten Leben dieser Stadt.

Habt ihr selbst Erfahrungen mit ehrenamtlicher Wohnungshilfe gemacht – oder kennt ihr jemanden, der gerade Unterstützung braucht? Schreibt es uns! Und jetzt reinhören – wir bleiben dran an den Geschichten, die Frankfurt wirklich ausmachen.

Quellen


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