
Ein Ölgemälde von Wilhelm Busch ist in Kronberg zu sehen – und die Stiftung Kronberger Malerkolonie will es kaufen. Was steckt dahinter?
Wer gerade die Jubiläumsausstellung der Stiftung Kronberger Malerkolonie besucht, sollte unbedingt einen genauen Blick in die Vitrine im ersten Stock links werfen. Dort hängt eine kleine Holztafel, die so manchen Besucher ins Staunen versetzt – denn die Signatur darauf gehört keinem Geringeren als Wilhelm Busch (1832–1908). Ja, genau der! Der Mann, der mit Max und Moritz Generationen zum Lachen gebracht hat.
Was viele nicht wissen: Wilhelm Busch war nicht nur humoristischer Dichter, Satiriker und Meister der Karikatur – er hat auch gemalt. Und das nicht zu knapp. Die Rede ist von über tausend Ölgemälden, die er im Laufe seines Lebens schuf. Das Bild in der Vitrine zeigt den „Kopf eines Bauern“, gemalt mit Öl auf Holz, undatiert – und es ist derzeit als Dauerleihgabe in der Ausstellung zu sehen.
Die Stiftung Kronberger Malerkolonie möchte dieses besondere Stück gerne dauerhaft in ihren Besitz bringen. Für den Ankauf des Bauernporträts ist ein höherer vierstelliger Betrag nötig. Kein Pappenstiel – aber für ein Originalwerk von Wilhelm Busch absolut nachvollziehbar.
Die Stiftung engagiert sich seit 25 Jahren für die Kunst der Kronberger Malerkolonie und bewahrt damit ein wichtiges Stück Kulturgeschichte der Region. Ein Busch-Gemälde im Bestand wäre dabei ein echter Coup – und würde die Sammlung um eine ganz besondere Facette bereichern.
Das Bild ist Teil der großen Jubiläumsausstellung „25 Jahre Stiftung Kronberger Malerkolonie – Von der Romantik bis zum Impressionismus“. Die Schau läuft noch bis zum 11. Oktober – also habt ihr noch etwas Zeit, selbst vorbeizuschauen und das Gemälde in der Vitrine mit eigenen Augen zu sehen.
Kronberg im Taunus ist sowieso immer einen Ausflug wert – und wer die Ausstellung besucht, erlebt Kunstgeschichte hautnah. Von der Romantik bis zum Impressionismus, und mittendrin ein Werk des berühmtesten Karikaturisten Deutschlands. Das ist der Sound der Region – und genau das, wofür Radio Frankfurt brennt: Kultur, die bewegt, direkt vor eurer Haustür.
Ob als Kunstfan, Wilhelm-Busch-Fan oder einfach neugieriger Hochtaunus-Entdecker – diese Ausstellung lohnt sich. Und wer die Stiftung beim Ankauf des Gemäldes unterstützen möchte, sollte direkt Kontakt aufnehmen. Solche Chancen, ein Originalwerk von Wilhelm Busch in die Region zu holen, kommen nicht jeden Tag. Also: Jetzt reinhören – äh, reingehen! Bis zum 11. Oktober in Kronberg.






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