
Waldbrand bei Rodenbach in Hessen: 300 Feuerwehrleute kämpfen gegen Glutnester auf 55 Hektar. Alle neuen Entwicklungen vom 11. August 2026 im Überblick.
Die Waldbrände in Hessen gehen weiter – und die Lage bleibt angespannt. Wie wir in unserem früheren Beitrag zu den Waldbränden in Rodenbach, Bad Schwalbach und der gesperrten A7 berichtet haben, brachen am 10. August 2026 gleich an mehreren Stellen in Hessen Feuer aus. Jetzt, einen Tag später, ist klar: Das volle Ausmaß des Brandes bei Rodenbach ist erschreckend groß.
Rund 55 Hektar Wald zwischen Ober- und Niederrodenbach im Main-Kinzig-Kreis in Südosthessen wurden durch den Großbrand vernichtet. Hitze, Wind und wochenlange Trockenheit haben die Flammen begünstigt – ideale Bedingungen für ein Feuer, das sich rasend schnell ausbreitet. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Am Dienstag, dem 11. August, stehen rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, um die letzten Glutnester zu bekämpfen. Über Nacht hielten permanent drei Löschzüge die Stellung. Unterstützt wurden sie von einem Drohnenteam der Feuerwehr Hanau sowie Kräften aus Bayern – ein klares Zeichen, wie ernst die Lage ist. Auch ein Löschflugzeug und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz.
Laut dem Sprecher des Main-Kinzig-Kreises könnten die Nachlöscharbeiten noch mehrere Tage andauern. Wer gehofft hatte, dass der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden kann, muss sich also noch etwas gedulden.
Die Polizei schließt Brandstiftung als Ursache nicht aus. Denn: Das Feuer war am Montag gleich an mehreren Stellen des Waldstücks ausgebrochen. Ob die einzelnen Brandstellen in einem Zusammenhang stehen, war zunächst unklar. Die Hanauer Kriminalpolizei bittet Zeugen, sich zu melden.
Bereits am Vortag hatte die Feuerwehr in Bad Schwalbach einen Brand auf rund 8.000 Quadratmetern unter Kontrolle gebracht – dabei wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt. Und auch die A7 war zeitweise wegen Rauchentwicklung eines Feuers gesperrt und hatte für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt.
Wegen des enormen Wasserbedarfs der Löscharbeiten hatte der Wasserversorger die Bevölkerung in Freigericht, Bruchköbel, Langenselbold und dem Umland aufgerufen, auf Duschen, Baden und Gartenbewässerung zu verzichten. Gute Nachricht: Dieser Appell wurde am Dienstag wieder aufgehoben.
Doch die Waldbrandsaison in Hessen ist noch lange nicht vorbei. Das hessische Landwirtschaftsministerium meldete, dass bis Ende Juli bereits 103 Waldbrände auf rund 16 Hektar registriert wurden – mehr als in den Vorjahreszeiträumen 2023 bis 2025. Das Ministerium sieht Parallelen zum Extremjahr 2022 und betont: Wie sich die Saison weiterentwickelt, hängt stark von der Witterung der kommenden Wochen ab.
Bleibt es heiß und trocken, könnte Hessen noch weitere schwierige Wochen bevorstehen. Haltet euch auf dem Laufenden – wir berichten weiter für euch. Der Sound der Weltstadt bleibt nah dran!






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