
Reinhold Heil veröffentlicht sein verschollenes Soloalbum „The Electric Heidiland
Stellt euch vor, ihr nehmt Mitte der 90er ein komplettes Album auf – und es erscheint einfach nie. Genau das ist Reinhold Heil passiert. Der Produzent und Musiker, der hinter einigen der bekanntesten deutschen Pop-Produktionen steckt, hat damals ein Solowerk aufgenommen, das jahrzehntelang in der Schublade verschwand. Jetzt, rund 30 Jahre später, kommt „The Electric Heidiland“ endlich ans Licht. Und das lohnt sich!
Für alle, die den Namen noch nicht kennen: Reinhold Heil ist eine feste Größe in der deutschen Musikgeschichte. Heute 72 Jahre alt, hat er sich als einer der avanciertesten Popmusiker seiner Generation einen Namen gemacht. Sein Fingerabdruck steckt in Projekten wie der Nina Hagen Band, Spliff und Nena – allesamt Meilensteine des deutschen Pop. Doch damit nicht genug: Heil hat sich auch international als Filmkomponist einen Ruf erarbeitet. Wer erinnert sich noch an den Soundtrack zu „Lola rennt“? Genau – das war unter anderem sein Werk.
Trotz all dieser Erfolge blieb Heils eigenes kreatives Innenleben lange im Verborgenen. Dabei war sein Interesse immer schon ein besonderes: die Konstruktion von Pop-Architekturen, das Bauen von Klangwelten, die über das reine Songschreiben hinausgehen. Und genau das hört man auf „The Electric Heidiland“.
Die Aufnahmen zu „The Electric Heidiland“ entstanden Mitte der 1990er Jahre. Aus heute nicht mehr vollständig nachvollziehbaren Gründen erschien das Album damals nicht. Es blieb ein gut gehütetes Geheimnis – bis jetzt. Die Erstveröffentlichung macht dieses Stück Musikgeschichte endlich zugänglich für alle, die sich für die Hintergründe des deutschen Pop interessieren.
Was das Album besonders macht: Heil holte sich starke Mitstreiter ins Studio. Jocelyn B. Smith, eine der ausdrucksstärksten Stimmen, die die Musikwelt zu bieten hat, ist ebenso dabei wie Schlagzeug-Legende Curt Cress. Diese Kombination sorgt für ein Klangerlebnis, das sich auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung frisch und eigenständig anfühlt.
Manchmal passiert das eben: Musik entsteht, die ihrer Zeit zu weit voraus ist. „The Electric Heidiland“ klingt heute wie ein Fund aus einer Parallelwelt des deutschen Pop – als hätte jemand in den 90ern einen Weg eingeschlagen, den die Musikwelt damals noch gar nicht kannte. Dass das Album jetzt erscheint, gibt ihm eine zweite Chance – und uns die Möglichkeit, Reinhold Heil von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.
Die Geschichte des deutschen Pop hat viele Leerstellen. Mit der Veröffentlichung von „The Electric Heidiland“ wird eine davon endlich geschlossen. Und wer weiß – vielleicht ist das genau der richtige Moment dafür. Denn gute Musik findet ihr Publikum. Manchmal braucht sie dafür eben ein bisschen länger.
Ihr seid neugierig geworden? Das solltet ihr sein! „The Electric Heidiland“ ist ein echtes Stück Musikgeschichte – neu entdeckt, frisch veröffentlicht und absolut hörenswert. Schaltet ein, hört rein und lasst euch von Reinhold Heils Klangwelten überraschen. Wir bei Radio Frankfurt – der Sound der Weltstadt – freuen uns immer, wenn großartige Musik endlich die Bühne bekommt, die sie verdient. Das beste Programm im Main-Gebiet begleitet euch dabei!






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