
Nach fast 50 Jahren stellt das ZDF den Frankfurter Kulti-Krimi „Ein Fall für Zwei
Fast 50 Jahre lang war er freitagabends nicht wegzudenken: „Ein Fall für Zwei“ – der Frankfurter Krimi, der Generationen von Zuschauern begeistert hat. Jetzt ist es offiziell: Das ZDF stellt die legendäre Fernsehfilm-Reihe ein. Für alle, die mit der Serie aufgewachsen sind, ist das eine echte Nachricht. Und für Frankfurt? Ein Stück TV-Geschichte geht zu Ende.
Am 11. September 1981 flimmerte die erste Folge über die deutschen Bildschirme – und niemand ahnte damals, dass daraus ein echter Kultklassiker werden würde. Doch genau das passierte. Ein Millionenpublikum schaltete Woche für Woche ein, wenn Privatdetektiv Josef Matula und seine wechselnden Anwaltspartner in Frankfurt Fälle aufklärten. Die Kulisse unserer Stadt, die Straßen, die Atmosphäre – „Ein Fall für Zwei“ hat über Jahrzehnte den Blick auf Frankfurt geprägt wie kaum eine andere Sendung.
Das Herzstück der Serie war und bleibt Claus-Theo Gärtner als Josef Matula – dauerklamm, mit tiefer Stimme und Lederjacke. Eine Figur, die einfach zu ikonisch war, um sie zu ersetzen. Nach sage und schreibe 300 Folgen verabschiedete sich Gärtner 2013 in den Ruhestand, und das ZDF stellte die Serie zunächst ein. Kein Wunder – wie hätte man weitermachen sollen? Matula war „Ein Fall für Zwei“, und „Ein Fall für Zwei“ war Matula.
Die Produzenten wagten dennoch einen Neustart und wählten einen anderen Weg, um die Serie in die Gegenwart zu bringen. Mit Wanja Mues und Antoine Monot Jr. bekam die Reihe ein neues Gesicht. Doch jetzt zieht das ZDF endgültig den Schlussstrich. Nach fast 50 Jahren Laufzeit endet eine der längsten Krimi-Reihen der deutschen Fernsehgeschichte – und damit auch ein Stück Frankfurt, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt war.
Was „Ein Fall für Zwei“ so besonders gemacht hat? Die enge Verbindung zu Frankfurt. Die Serie hat unsere Stadt als Schauplatz in die Wohnzimmer ganz Deutschlands gebracht – mit allem, was dazugehört. Für uns hier im Main-Gebiet war das immer mehr als nur ein Krimi. Es war Heimatgefühl auf dem Bildschirm, Woche für Woche. Und genau das werden viele Zuschauer vermissen.
Ob als Kind mit den Eltern vor dem Fernseher oder als treuer Fan der ersten Stunde – „Ein Fall für Zwei“ hat Spuren hinterlassen. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Aber die Erinnerungen bleiben – genauso wie Frankfurt selbst: laut, lebendig und immer für eine Geschichte gut. Wir von Radio Frankfurt sagen Danke für fast 50 Jahre Unterhaltung, Frankfurt-Feeling und freitagabendliche Spannung!
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