
Der Zoo Frankfurt hat 16 Westkaukasische Steinböcke eingeschläfert – sie waren mit dem unheilbaren Paratuberkulose-Erreger infiziert.
Das sind wirklich traurige Nachrichten für alle Tierfreunde im Main-Gebiet: Der Zoo Frankfurt hat eine gesamte Gruppe Westkaukasischer Steinböcke eingeschläfert. 16 Tiere – auch Ture genannt – mussten sterben, weil es für sie keine Rettung mehr gab. Ein harter Schlag für den Zoo und für alle, die diese flinken Kletterkünstler ins Herz geschlossen haben.
Der Grund für die drastische Maßnahme ist ein heimtückischer Erreger namens „Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis“ – der Auslöser der sogenannten Paratuberkulose. Dieses Bakterium ist eng verwandt mit dem Tuberkulose-Erreger und weltweit verbreitet. Besonders gefährlich: Es kann in Gülle, Erde und Wasser überleben – und macht die betroffene Anlage damit kontaminiert.
Für die erkrankten Tiere bedeutet eine Infektion mit diesem Erreger eine chronische Darmentzündung. Die Ture bekommen Durchfall, magern zunehmend ab und sterben schließlich. Klingt brutal – und das ist es leider auch. Denn: Es gibt weder eine Schutzimpfung noch Medikamente, die die Krankheit behandeln könnten. Die Infektion ist schlicht unheilbar.
Für die 16 Westkaukasischen Steinböcke im Zoo Frankfurt war die Diagnose damit gleichbedeutend mit einer Todesbotschaft. Der Zoo hatte keine andere Wahl, als die gesamte Gruppe einzuschläfern. Eine Entscheidung, die sicher niemand leichtfertig getroffen hat – aber angesichts der aussichtslosen Lage die einzig verantwortungsvolle Konsequenz war.
Die betroffene Anlage gilt nun als kontaminiert. Der Paratuberkulose-Erreger kann nämlich langfristig in der Umgebung überleben – in der Erde, im Wasser, im Boden. Das macht eine einfache Reinigung zu einer echten Herausforderung.
Der Verlust einer ganzen Tiergruppe ist für einen Zoo immer ein einschneidendes Ereignis – sowohl tierpflegerisch als auch emotional. Die Westkaukasischen Steinböcke, die Ture, galten als wendige Kletterkünstler und waren ein echter Hingucker in Frankfurt. Ihr Fehlen wird sich bemerkbar machen.
Wie es mit der betroffenen Anlage weitergeht und ob und wann neue Tiere einziehen könnten, ist derzeit noch offen. Klar ist: Bevor wieder Tiere in die kontaminierte Umgebung kommen können, muss dort gründlich aufgeräumt werden.
Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos aus dem Zoo Frankfurt gibt. Bis dahin: Denkt an die 16 Ture – und drückt dem Zoo-Team die Daumen, das jetzt vor einer richtig schwierigen Aufgabe steht.






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