
Lukas Hradecky und die Eintracht Frankfurt – schwelt da wirklich was? Krösche sagt Nein, doch die Torwartfrage bleibt spannend.
Seit Wochen geistert ein Name durch Frankfurt, der eigentlich gar nicht geistern müsste: Lukas Hradecky. Der 36-jährige finnische Nationaltorhüter – intern liebevoll „Finnen-Spinne“ genannt – steht aktuell bei der AS Monaco unter Vertrag und bereitet sich dort auf die neue Saison vor. Zuletzt war er im Testspiel gegen Sporting Lissabon im Einsatz, als nächstes geht’s gegen Cercle Brügge. Also alles normal weit weg vom Main – und trotzdem fiel sein Name im Eintracht-Trainingslager in Grassau hinter vorgehaltener Hand erstaunlich oft.
Sportvorstand Markus Krösche hat sich klar positioniert: Eine Verpflichtung von Hradecky sei „momentan kein Thema“. Das Vertrauen in die aktuelle Keeper-Situation sei „100 Prozent so groß wie vor einem Jahr“. Das klingt eindeutig – und wer die vergangene Saison verfolgt hat, weiß: Das kann sich ändern.
Denn das Duo, auf das die Eintracht setzt, besteht aus Kaua Santos und Michael Zetterer. Santos soll die klare Nummer eins werden, auch wenn Coach Hütter das offiziell noch nicht bestätigt hat. Zetterer wurde zwischenzeitlich mit einem Wechsel zurück nach Bremen oder zum VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht – kein Zufall, denn die Konstellation der beiden erwies sich in der vergangenen Saison als wenig leistungsfördernd. Für beide.
Im Trainingslager in Grassau präsentierte sich der 23-jährige Santos ordentlich. Er hielt schwere Bälle, kommunizierte lautstärker als früher mit seiner Vordermannschaft – gute Zeichen. Im einzigen ernstzunehmenden Testspiel gegen Trabzonspor blieb er allerdings – wie auch Zetterer – weitgehend beschäftigungslos.
Die nächsten Chancen, mehr zu zeigen, kommen bald: Am Samstag (17 Uhr) testet die Eintracht beim Drittligisten Waldhof Mannheim, eine Woche später gegen Premier-League-Aufsteiger Hull City. Zwei Partien, die zeigen könnten, wie weit Santos wirklich ist.
Und dennoch: Ein kleines Schlupfloch bleibt. Sowohl Krösche als auch Coach Hütter sind gewillt, mit Santos als Nummer eins zu starten – schließen eine andere Torwart-Kombination aber nicht kategorisch aus. Zetterer zu ersetzen ist dem Vernehmen nach weiterhin eine Option, auch wenn es aktuell dringendere Baustellen im Kader gibt.
Hütter kennt Hradecky bestens aus gemeinsamen Zeiten in Monaco und schätzt ihn sehr. Aber daraus direkte Rückschlüsse zu ziehen – das wäre, frei nach Markus Krösche gesagt: momentan falsch. Der finnische Keeper bleibt also das, was er gerade ist: ein Name, der schwebt. Über der Côte d’Azur, über dem Main-Gebiet – und über der Torwartfrage der Eintracht.
Wie sich das alles entwickelt? Wir halten euch auf dem Laufenden – mit dem besten Programm im Main-Gebiet! Jetzt reinhören.






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