
Eintracht Frankfurts Frauen gewinnen 6:1 beim Karlsruher SC und ziehen ins DFB-Pokal-Achtelfinale ein.
Der Sound der Weltstadt kommt diesmal aus Karlsruhe! Die Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt sind mit einem echten Torfestival in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesligazweite gewann beim Regionalligisten Karlsruher SC mit 6:1 (2:0) und zeigte von der ersten Minute an, wer hier der Favorit ist. Vor 800 Zuschauern im Badenia-Stadion war früh klar: Da geht für die Karlsruherinnen an diesem Tag nichts zu holen.
Wie sge4ever.de berichtet, ist der DFB-Pokal für die Eintracht ein Wettbewerb mit Geschichte – zuletzt gewann der Verein den Pokal 2013/14, damals noch als 1. FFC Frankfurt. 2021 stand das Team im Finale. Das Ziel für diese Saison ist klar formuliert: Die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis will wieder nach Köln ins Endspiel.
Die Tore in Karlsruhe verteilten sich auf mehrere Schultern. Danique Tolhoek und Larissa Mühlhaus trafen jeweils doppelt, dazu kamen Treffer von Vivienne Lia und Amanda Ilestedt. Tolhoek eröffnete den Torreigen in der 13. Minute mit einem sehenswerten Lupfer, kurz darauf legte Mühlhaus nach einem verunglückten Abwehrversuch der Karlsruher Torhüterin nach. Nach der Pause ging es munter weiter: Mühlhaus schnürte aus kurzer Distanz ihren Doppelpack, ehe Tolhoek mit einem Drehschuss ebenfalls zum zweiten Mal traf.
Ein besonderes Datum hatte an diesem Tag Vivienne Lia. Die Engländerin feierte ihren 20. Geburtstag und beschenkte sich mit ihrem ersten Tor im Eintracht-Trikot selbst. Den Schlusspunkt setzte Amanda Ilestedt in der Nachspielzeit per Kopf zum 1:6-Endstand. Für die Gastgeberinnen konnte Tamina Steiner immerhin den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:5 erzielen, der aber zu spät kam, um noch mal Spannung reinzubringen.
Ein besonderer Moment war das Debüt von Sophia Winkler im Tor der Profis. Wie sge4ever.de berichtet, stand die Nationaltorhüterin nach einem Kreuzbandriss mit weiteren Schäden erstmals wieder zwischen den Pfosten der ersten Mannschaft – nach rund 20 Monaten Verletzungspause. Zuvor war sie nur einmal für die zweite Mannschaft der Eintracht im Einsatz gewesen. In Karlsruhe musste sie sich nur einmal geschlagen geben.
Die Dreifachbelastung durch Liga, Pokal und internationale Wettbewerbe machte sich an diesem Spieltag bei der Eintracht in der Aufstellung bemerkbar. Trainer Arnautis musste auf gleich drei Stammkräfte verzichten: Sara Doorsoun fehlte erkältungsbedingt, Lina Altenburg und Kapitänin Laura Freigang wurden aus Gründen der Belastungssteuerung geschont. Dafür feierte auch Larissa Mühlhaus nach überstandener Verletzung ihr Startelfcomeback, und Dilara Acikgöz absolvierte ihr 50. Pflichtspiel im Eintracht-Trikot.
Viel Zeit zum Feiern bleibt der Mannschaft nicht. Bereits am Mittwoch nach dem Pokalspiel steht das Rückspiel der Europa-Cup-Qualifikation gegen Fimleikafélag Hafnarfjarðar an. Das Hinspiel hatte die Eintracht knapp mit 1:0 für sich entschieden. Wer im Achtelfinale des DFB-Pokals auf die Frankfurterinnen wartet, steht noch nicht fest.
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