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Tauben in Frankfurt: Freiwillige zählen – und die Stadt plant Taubenhäuser

Frankfurt zählt zum ersten Mal stadtweite Tauben – über 200 Freiwillige waren dabei. Was die Ergebnisse bedeuten und warum die Stadt jetzt Taubenhäuser plant.

Redaktion
·
13. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Frankfurt zählt seine Tauben – zum ersten Mal!

Plage oder Mitbewohner? Die Frankfurter Stadttaube polarisiert – und jetzt packt die Stadt das Thema endlich richtig an! Zum ersten Mal überhaupt hat Frankfurt eine stadtweite Taubenzählung durchgeführt. Und die Resonanz? Riesig! Mehr als 200 Freiwillige haben sich gemeldet, um an diesem besonderen Samstag mitzumachen. Ein echtes Frankfurter Gemeinschaftsprojekt!

Taubenmanager Dominik Legrum hat dafür 70 Zählorte über das gesamte Stadtgebiet verteilt – von Sachsenhausen über das Gallus bis nach Preungesheim, Griesheim und Höchst. Überall haben Freiwillige gezählt, fotografiert und die Vogelstandorte in Karten eingetragen. Einige konnten dabei kaum glauben, was sie sahen: Camilo aus dem Gallus zählte rund um den Frankfurter Dom gerade mal sieben Tauben – während Frank Oberste-Dommes auf dem Goetheplatz zwischen 190 und 250 Tiere registrierte. Der Goetheplatz gehört neben der Konstablerwache, der B-Ebene in der Hauptwache und dem Hauptbahnhof zu den bekannten Tauben-Brennpunkten der Innenstadt.

Warum zählen? Frankfurt braucht Fakten!

Bisher kursierten grobe Schätzungen – rund 10.000 Tauben soll es in Frankfurt geben. Aber genau weiß das niemand. Das soll sich jetzt ändern. „Wir brauchen eine fundierte Datenlage“, sagt Claudia Gabriel, Leiterin der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“, die das städtische Taubenmanagement verantwortet. In zwei Jahren soll die Zählung wiederholt werden, um Veränderungen messen zu können.

Das Ziel ist klar: Frankfurt will von anderen Städten lernen. In Wiesbaden etwa gibt es schon länger betreute Taubenschläge – sogenannte Taubenhäuser – wo die Tiere versorgt und gefüttert werden. Zur Regulierung der Population werden dort die Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Ein kluger Ansatz, denn Tauben sind so gezüchtet, dass sie sechs- bis zehnmal im Jahr brüten. Ohne Eingriff wächst die Population ungebremst weiter.

Frankfurt hat erst ein einziges Taubenhaus – und das läuft holprig

Seit eineinhalb Jahren steht auf dem Alten Friedhof in Bockenheim ein Container, der den Taubenschwarm des benachbarten Westbahnhofs aufnehmen soll. Inzwischen betreut der Verein „Maintauben Tierschutzprojekt“ die Anlage – und füttert die Tiere dort auch. Ein erster Versuch an der Frankenallee in der Nähe der Galluswarte scheiterte jedoch, weil die Tauben den Container schlicht ignorierten. Der Grund laut Tierschützer und Grünen-Politiker Manuel Denkwitz: keine Fütterung. Sein Fazit ist knackig: „Ein Taubenhaus ohne Futter ist wie eine Party ohne Drinks.“ In Frankfurt gilt seit 1970 ein generelles Fütterungsverbot – das Denkwitz für „unbegründet“ hält und das seiner Meinung nach dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz widerspricht.

Für Claudia Gabriel und Taubenmanager Legrum steht fest: Frankfurt braucht mehr Taubenhäuser. Wo genau und wie viele – das soll die Auswertung der aktuellen Zählung zeigen. „Wir müssen gut abwägen und genau hinschauen, wo der Einsatz notwendig ist“, so Gabriel.

Zwischen Mitgefühl und Genervt-sein: Was sagen die Frankfurter?

Die Freiwilligen, die mitgezählt haben, sind so unterschiedlich wie Frankfurt selbst. Simon aus Hattersheim hat zu Hause sogar eine Pflegestelle für verletzte Tauben eingerichtet. Sein Standpunkt: „Tauben, das sind verstoßene Haustiere.“ Einst hätten sie dem Menschen gute Dienste geleistet – heute seien sie vergessen. Camilo aus dem Gallus entdeckte sein Herz für die Tiere, seit eine verletzte Taube regelmäßig auf sein Fensterbrett kommt und inzwischen sogar einen Namen hat.

Auf der anderen Seite: Zwei Helferinnen aus der Versicherungsbranche geben offen zu, dass sie die Tauben – vor allem in der B-Ebene der Hauptwache – schlicht lästig finden. „Sie gehören dort nicht hin.“ Aber auch sie wünschen sich eine Lösung: Die Tiere sollen in einem sicheren Häuschen untergebracht werden – weg aus der U-Bahn-Station, hin in einen geschützten Raum.

Das zeigt: In Frankfurt ist das Thema längst kein Nischenthema mehr. Die Zählung ist ein erster, wichtiger Schritt. Jetzt liegt es an der Stadt, die Ergebnisse zu nutzen und zu handeln. Wir bleiben dran – bleibt dabei!

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Stimmen aus Frankfurt
  1. Wie peinlich lässt sich eigentlich die Stadt Frankfurt in ihrem „Stadttaubenmanagement“ in der Presse darstellen, dazu noch einen Politiker benennt, Herrn D. Legrum, der weder Biologe ist, noch irgendeine Ausbildung oder Wissen über Tauben und ihre Bedürfnisse hat („Ich hatte früher nie was mit Tauben zu tun“ – Aussage in einem lokalen Pressebericht) und sich hier als sogenannten „Taubenmanager“ (sorry, geht GAR NICHT) bezeichnen lässt.
    Die Herren und Damen, die durch die Bank weg in diversen Berichten genannt werden, tun so, als müsste diese sich dieser Thematik, die seit JAAAAHREN in Frankfurt und nicht nur da, schwelt, erstmals bemächtigen, sowieso alles besser wissen, und die wirklichen FACHLEUTE, die das seit JAAAAHREN fordern, TAUBENHÄUSER aufzustellen, in jedem Stadtteil mind. eines, kaum benennen, oder nur nebenbei, und sich hier aufspielen, als wüssten sie Bescheid.
    Ich arbeite im Ehrenamt mit Hingabe und Tierliebe im Stadttaubenprojekt, dass sich SEIT JAHREN mit der Stadt Frankfurt auseinandersetzt, DAMIT ENDLICH was passiert. Meine Chefin ist entnervt und die Stadt Frankfurt gibt nur einen Zuschuss von 30000 Eur (früher 20000) – für Tierarztrechnungen und med. Betreuung. Den Rest, die horrenden Futterkosten, Wasser, Strom, Gehalt von 2 Festangestellten, alle anderen – ich u. viele meiner Team-Kolleginnen ARBEITEN KOSTENFREI aus Tierliebe und Liebe zur Sache, die Bestand haben muss weiterhin, das muss von den Spendengeldern des Gnadenhofs bestritten werden. DA springt die Stadt nicht ein. Über 600 Tauben sind dort untergebracht, vieles muss neu gemacht werden, die Krankenstation platzt aus allen Nähten und jeden Tag werden bis zu 20 Tauben, junge oder verletzte, von Menschen mit Herz abgegeben!! Und diese müssen auch versorgt werden. DARÜBER wird nicht berichtet! !!!! – Die ABG hat ZWEI Taubenhäuser abgebaut, aber nicht wegen des Mietvertragauslaufs, sondern weil sich diese über Dreck und Hygieneprobleme beschwert hat. Die ABG ist auch so ein Ding der Stadt Frankfurt. Wie kann man über SECHSHUNDERT Tauben ihr Zuhause nehmen??! Habe vor Ort gesehen, wie ausgehungert die Tiere sind, rennen im Elend und Menschenmüll herum und leiden leiden leiden!!!! Das alles ist ein MENSCHENGEMACHTES Problem und die Taube ist der Sündenbock und kann auf der Strasse „verrecken“, bis sich die Herren u. Damen, wie so üblich in der Politik erst wochenlang das aussitzen und diskutieren, Hauptsache, diese haben immer den Teller voll und genug zu trinken.
    Wie peinlich das alles! Mich nervt das so ab!!! Der einzig vernünftig denkende Mensch ist Herr Denkwitz! Und ein Politiker der Linken, der sagte, das Taubenprojekt müsste doppelt soviel Geld bekommen, um das alles noch stemmen zu können.
    Da die Stadt keine so gute Presse in den letzten Wochen bekommen hat (was wurde mit den 150.000 Euro STEUERGELDER gemacht, um das sogenannte Stadttaubenmanagement zu gründen? Was sowieso schon lächerlich ist!!!) – wird die Presse jetzt handzahm – wenn man sich diese hanebüchenen Berichte so ansieht.
    Bin es leid, diese ewigen Diskussionen, das Gemecker der Leute und diese Lahmarschigkeit der Stadt. Unsere Chefin fordert seit JAAAAAHREN, das was getan wird und die Stadt Frankfurt tut so, als hätte sie das Rad erfunden und alle anderen haben sowieso keine Ahnung, nein, das ist unfassbar, dieses Geklüngel. Diese Herren und Damen sollten dieses den wirklichen FACHLEUTEN, uns, überlassen.
    Und ich fütter so lang die Tauben, bis hier in den Gebiet – dass ich nicht nenne, ein Taubenhaus steht.
    DER MENSCH ist das Problem und NICHT die Taube. Die ist nur ein harmloser Vogel. Und den Quatsch mit den Krankheiten kann man auch vergessen, eher holt sich die Taube vom Menschendreck. — Zunächst nur soviel. :-I

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