
Tarifeinigung im hessischen Einzelhandel: 240.000 Beschäftigte bekommen mehr Geld – in zwei Stufen bis auf 14,90 Euro Mindestlohn pro Stunde.
Gute Nachrichten für alle, die im hessischen Einzel- und Versandhandel arbeiten: Nach monatelangen Verhandlungen und mehreren Streiks haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft endlich geeinigt! Verdi und der Handelsverband Hessen verkündeten am Dienstagabend unabhängig voneinander den Durchbruch – und der kann sich wirklich sehen lassen.
Rund 240.000 Beschäftigte im hessischen Einzel- und Versandhandel können sich über mehr Geld in der Tasche freuen. Die Lohnerhöhung kommt dabei in zwei Stufen:
Damit klettert der tarifliche Mindestlohn zunächst auf 14,20 Euro pro Stunde – und steigt dann weiter auf 14,90 Euro pro Stunde. Der neue Tarifvertrag läuft insgesamt 25 Monate. Ein echter Fortschritt für alle Beschäftigten in der Branche!
So einfach war das alles andere als. Beide Seiten betonten, wie zäh die Verhandlungen waren. Nico Lehm, Verhandlungsführer des Handelsverbands Hessen auf Arbeitgeberseite, machte deutlich: „Der hessische Handel kämpft nun seit Jahren mit strukturellen Herausforderungen und befindet sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ Auf der anderen Seite verwies Marcel Schäuble von Verdi auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten, die die Beschäftigten und ihre Familien stark belasten – und die eine Tariferhöhung schlicht notwendig gemacht hätten.
Dem Abschluss vorausgegangen waren mehrere Streiks, die zeigten: Die Beschäftigten kämpfen für faire Löhne – und das mit Nachdruck!
Einen kleinen Haken gibt es noch: Laut Verdi steht der Tarifabschluss noch unter einer Erklärungsfrist bis zum 11. September 2026. Bis dahin können beide Parteien das Ergebnis noch widerrufen. Aber die Hoffnung ist groß, dass der Abschluss hält!
Hessen macht damit Tempo – und könnte Signalwirkung haben. Laut dem Handelsverband Hessen sei damit zu rechnen, dass es in den kommenden Wochen auch im bundesweiten Einzelhandel zu einer Tarifeinigung kommt. Schon Ende August gab es außerdem eine Einigung für die 120.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel sowie eine Einigung für den Einzelhandel im Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen. Die Bewegung in der Branche ist also spürbar!
Für Frankfurt und die ganze Region ist das eine wichtige Nachricht – schließlich ist der Einzelhandel ein riesiger Arbeitgeber im Main-Gebiet. Radio Frankfurt bleibt für euch dran und hält euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören!






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