
Nach dem Tankrabatt-Start steigen die Spritpreise schon wieder leicht an. Wir zeigen, was hinter der Energiesteuersenkung steckt und was das für euch an der…
Kaum war die Freude über günstigeren Sprit da, ging’s auch schon wieder bergauf! Seit dem 1. Oktober gilt für Benzin und Diesel ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter – Tankrabatt heißt das Ding, und am ersten Tag haben die Preise auch richtig nachgegeben. Doch einen Tag später zeigt sich: Ganz so easy ist die Entlastung nicht.
Laut ADAC kostete Super E10 am Freitag um 8 Uhr bundesweit im Schnitt 2,098 Euro je Liter – das sind 3,6 Cent mehr als noch am Donnerstag zur gleichen Zeit. Diesel legte sogar um 3,9 Cent auf 2,248 Euro zu. Im Vergleich zum Morgen vor der Steuersenkung sind Benzin und Diesel trotzdem noch günstiger, aber die Entlastung ist spürbar kleiner geworden als gedacht.
Am ersten Tag des Tankrabatts hatten die Preise noch deutlich nachgegeben: Um 8 Uhr lagen die Rückgänge laut ADAC bei 14,5 Cent für E10 und sogar 15,2 Cent für Diesel – gemessen am Vortag. Im Tagesdurchschnitt kostete E10 am Donnerstag 2,114 Euro, Diesel 2,262 Euro. Damit lagen die Preise rund 13 Cent niedriger als noch am Mittwoch davor, wie der ADAC mitteilte.
Der Automobilclub macht aber klar: Die volle Entlastung ist in den Preisen noch längst nicht angekommen. „Es bestehen damit weiterhin Spielräume für niedrigere Kraftstoffpreise“, so der ADAC. Sprich: An der Zapfsäule wäre theoretisch noch mehr drin.
Der Hintergrund: Die Bundesregierung hat die Energiesteuer um rund 17 Cent pro Liter gesenkt, um Autofahrerinnen und Autofahrer zu entlasten – 14 Cent davon kommen aus der reinen Energiesteuersenkung, der Rest ergibt sich durch die wegfallende Mehrwertsteuer darauf. Die Maßnahme ist zeitlich befristet und läuft bis Ende des Jahres, insgesamt kostet sie rund 2,5 Milliarden Euro, die sich Bund und Länder teilen.
Laut Bundesregierung geht es hauptsächlich darum, Preisspitzen in Krisenzeiten abzufedern. Die Entlastung soll schnell, direkt und unbürokratisch bei den Menschen ankommen. Ob das tatsächlich so läuft, überwachen auch die Monopolkommission und das Bundeskartellamt – die sollen checken, wie viel von der Steuersenkung wirklich an der Zapfsäule landet.
Zum Glück gibt’s zumindest beim Rohöl keinen neuen Preisschock. Der Barrel-Preis für Brent-Öl lag am Freitagvormittag bei rund 99,34 US-Dollar. Am Donnerstag war der Preis zwischenzeitlich sogar auf 96,55 Dollar gefallen, bevor er wieder über die 100-Dollar-Marke kletterte. Keine dramatischen Ausschläge also – gut für alle, die hoffen, dass die Spritpreise sich jetzt erstmal einpendeln.
Fazit: Der Tankrabatt wirkt, aber nicht ganz so stark, wie viele gehofft hatten. Wer tanken muss, sollte die Preise weiter im Auge behalten und vergleichen – Apps und Portale machen’s möglich. Der ADAC bleibt dran und fordert die Mineralölkonzerne weiterhin auf, die Entlastung voll weiterzugeben.
Wir von Radio Frankfurt halten euch natürlich auf dem Laufenden, wie sich die Spritpreise im Main-Gebiet entwickeln. Jetzt reinhören und immer top informiert bleiben – das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s nur bei uns!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.