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Tankrabatt reloaded: Was der neue Spritpreis-Deal für euch bedeutet

Tankrabatt und Spritpreisdeckel sollen kommen: Was die neuen Entlastungspläne für Autofahrer in Frankfurt wirklich bringen und wie viel davon ankommt.

Redaktion
·
2. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Stunden

Teurer Sprit, neue Pläne – was sich gerade tut

Liebe Frankfurter, wer zuletzt an die Zapfsäule gefahren ist, hat es gespürt: Der Sprit wird einfach nicht billiger. Laut Berichten von merkur.de lag der Durchschnittspreis für einen Liter E10 am 13. September bei 2,27 Euro – ein neuer Rekordwert. Diesel kostete im Schnitt 2,40 Euro, an manchen Tankstellen sollen sogar Preise um die 2,60 Euro gesichtet worden sein. Grund dafür sind laut merkur.de die Konflikte in der Golfregion, die mittlerweile auch die Meerenge Bab al Mandab betreffen, sowie die Abschaltung einer wichtigen saudi-arabischen Pipeline nach einem Drohnenangriff.

Die bittere Wende: Die Bundesregierung hat lange gezögert – jetzt kommt doch Bewegung in die Sache. Wie die Verkehrsrundschau berichtet, haben sich Bund und Länder am 18. September auf ein Entlastungspaket geeinigt. Zwei Instrumente stehen im Mittelpunkt: der Tankrabatt und ein Spritpreisdeckel.

Der neue Tankrabatt: Was er bringen soll

Konkret geht es um eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um 14 Cent pro Liter. Durch die Mehrwertsteuer-Wirkung ergibt sich daraus laut Verkehrsrundschau eine Entlastung von knapp 17 Cent pro Liter. Der Rabatt soll möglichst ab 1. Oktober greifen und bis Jahresende laufen – also drei Monate lang. Neu ist dabei: Diesmal beteiligen sich auch die Bundesländer zur Hälfte an den Kosten.

Ob das Geld wirklich komplett bei euch ankommt, ist aber die große Frage. Nach Angaben der Verkehrsrundschau zeigen Analysen des Bundeskartellamts und der Monopolkommission aus dem ersten Tankrabatt im Frühsommer, dass beim Diesel nur durchschnittlich 12 Cent pro Liter weitergegeben wurden – deutlich weniger als die 16,7 Cent Steuersenkung. Bei Super E5 und E10 kam die Entlastung laut Ifo-Institut dagegen fast vollständig an den Zapfsäulen an. merkur.de nennt ähnliche Zahlen aus dem Kartellamt-Quartalsbericht: 13,8 Cent Ersparnis bei Diesel und 13 Cent bei E5 wurden damals tatsächlich an Autofahrer weitergegeben.

Spritpreisdeckel kommt erst später – und ist umstritten

Spätestens zum 1. Januar 2027 soll laut Beschlusspapier von Bund und Ländern zusätzlich ein Spritpreisdeckel eingeführt werden, orientiert am Vorbild Belgiens und Luxemburgs. Dabei würde eine Behörde täglich Höchstpreise für Benzin und Diesel berechnen, basierend auf Brennstoffpreis, Transport-, Lager- und Versicherungskosten sowie einer Gewinnspanne für die Unternehmen.

Nicht alle sind begeistert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich laut Verkehrsrundschau gegen einen Preisdeckel ausgesprochen und vor einer Schwächung der heimischen Raffineriewirtschaft gewarnt. Auch die Mineralölindustrie warnt: Wenn ein Deckel zu niedrig angesetzt wird, könnte im schlimmsten Fall die Versorgungssicherheit gefährdet sein, so der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie. Anders als in den kleinen Märkten Belgien und Luxemburg wäre eine Preisregulierung in Deutschland mit seinen 14.000 Tankstellen hochkomplex.

Kritik von allen Seiten – auch aus der Logistikbranche

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik, Frank Huster, nannte die Maßnahmen laut Verkehrsrundschau „ein Pflaster auf eine große Wunde“ – sie würden die eigentlichen Probleme nicht lösen. Auch Ökonomen wie DIW-Präsident Marcel Fratzscher und Ifo-Präsident Clemens Fuest äußerten sich skeptisch zum Nutzen von Tankrabatt und Preisdeckel.

Schon vor der Einigung hatte sich laut merkur.de auch die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer gegen staatliche Entlastungen ausgesprochen und stattdessen mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen gefordert. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke dagegen forderte schon länger einen Spritpreisdeckel, um Extraprofite der Mineralölkonzerne zu verhindern.

Was bedeutet das für Frankfurt?

Für euch heißt das: Ab Oktober könnte an den Frankfurter Tankstellen wieder etwas Luft drin sein – wie viel davon wirklich bei euch ankommt, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung aus dem Frühsommer zeigt: Ganz sicher ist das nicht. Rund 2,5 Milliarden Euro soll das neue Paket den Staat insgesamt kosten, schätzt die Bundesregierung laut Verkehrsrundschau. Wir bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden – schließlich betrifft das Thema jeden, der in und um Frankfurt unterwegs ist.

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