
Seit Mitternacht gilt der neue Tankrabatt: 16,7 Cent weniger pro Liter Benzin und Diesel. Alle Infos zu Preisen, Weitergabe und Tipps fürs Tanken im…
Liebe Frankfurter, aufgepasst: Seit Mitternacht gilt er wieder, der Tankrabatt! Wie die ZEIT berichtet, ist es bereits der zweite Steuernachlass in diesem Jahr auf Benzin und Diesel. Die Energiesteuer wird bis zum 31. Dezember gesenkt, macht unterm Strich eine Entlastung von 16,7 Cent pro Liter. Klingt nach einem fetten Batzen – und genau darum geht’s jetzt an jeder Ecke in Frankfurt und Umgebung.
Nach Angaben der WirtschaftsWoche setzt sich der Nachlass zusammen aus 14,04 Cent Energiesteuer-Rabatt pro Liter, plus der gesparten Mehrwertsteuer obendrauf – macht die besagten 16,7 Cent. Der Haken dabei: Der Rabatt greift nicht direkt beim Tanken, sondern bei der Auslieferung des Sprits. Sprich, nur Kraftstoff, der ab Mitternacht die Tanklager oder Raffinerien verlassen hat, fällt unter die neue Regel. Eine gesetzliche Pflicht für Tankstellen, den Rabatt eins zu eins weiterzugeben, gibt’s übrigens nicht.
Trotzdem zeigt die Erfahrung der letzten beiden Rabatt-Runden im Mai, Juni und schon 2022: Viele Tankstellen senken die Preise schon kurz nach Mitternacht – einfach weil die Kundschaft das so erwartet. Ob am Ende wirklich die vollen 16,7 Cent bei euch im Tank landen, ist aber eine andere Frage.
Ganz klare Antwort laut WirtschaftsWoche: Nein! Wegen der sogenannten 12-Uhr-Regel können die Preise bis Mittag nur sinken, nicht steigen. Wer also am späten Vormittag an die Zapfsäule fährt, bekommt in der Regel den günstigsten Preis des Tages. Aber Vorsicht: Rund um den Start eines Tankrabatts ist die Nachfrage riesig, da kann es zu Staus an den Tankstellen kommen. Und wer erst nach 12 Uhr auftaucht, zahlt oft ordentlich drauf – Daten des Portals Tankerkönig zeigen Preissprünge von bis zu 20 Cent pro Liter zur Mittagszeit.
Das ist die große Preisfrage – im wahrsten Sinne des Wortes. Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer vom ADAC sagte laut ZEIT im Vorfeld: Die Preise würden sukzessive zurückgehen, man fordere aber eine vollständige und schnelle Weitergabe. Die Befürchtung: Mitnahmeeffekte, bei denen der Steuerrabatt nicht komplett beim Autofahrer landet. Schon beim Rabatt im Mai und Juni hatten laut WirtschaftsWoche unter anderem das ifo-Institut, die Monopolkommission und das Bundeskartellamt nur eine unvollständige Weitergabe festgestellt. Die Mineralölwirtschaft bestreitet das.
Grund für die Maßnahme sind die massiv gestiegenen Spritpreise, ausgelöst durch die Verwerfungen auf den Ölmärkten infolge des Iran-Kriegs. Laut ZEIT war der September der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Die Bundesregierung rechnet mit Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro für den Rabatt – die WirtschaftsWoche ergänzt, dass sich Bund und Länder die Kosten diesmal hälftig teilen sollen, was politisch durchaus ungewöhnlich ist.
Ganz billig wie vor dem Krieg wird’s trotzdem nicht: Nach Daten des ADAC, zitiert von der WirtschaftsWoche, lag der Preis für Super E10 am letzten Tag vor Kriegsausbruch bei 1,78 Euro, für Diesel bei 1,75 Euro. Davon sind wir auch mit Rabatt noch ein gutes Stück entfernt.
Der Tankrabatt ist umstritten – Kritiker bemängeln die ungenaue Zielsetzung und den gedämpften Spar-Anreiz, Befürworter sehen aktuell kein besseres Mittel zur Entlastung. Für euch heißt es jetzt: Augen auf beim Tanken, Preise vergleichen lohnt sich gerade in Frankfurt besonders, denn die Unterschiede zwischen den Tankstellen können schnell zweistellig im Centbereich liegen. Bleibt dran, wir halten euch auf dem Laufenden – Radio Frankfurt, der Sound der Weltstadt!






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