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Tankrabatt gestartet – und die Preise ziehen schon wieder an

Tankrabatt gestartet, Spritpreise erst gesunken, dann schon wieder gestiegen. Der ADAC zeigt: Die Entlastung kommt nicht komplett bei Autofahrern an.

Redaktion
·
2. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 29 Minuten

Kurze Freude an der Zapfsäule

Seit dem 1. Oktober gilt er wieder, der neue Tankrabatt – und zum Start hat er auch richtig geliefert. Wie die tagesschau berichtet, sackten die bundesweiten Durchschnittspreise auf dem Spritpreisportal Tankerkönig zwischen 23:41 Uhr und 0:41 Uhr um rund zehn bis elf Cent ab. Bis zum Morgen ging’s sogar noch weiter runter: Um 8 Uhr lag Super E10 laut ADAC bei 2,062 Euro, Diesel bei 2,209 Euro – jeweils rund 14 bis 15 Cent günstiger als am Tag zuvor. Das Main-Gebiet und ganz Deutschland konnten kurz durchatmen. Aber: Schon nach einem Tag kam die kalte Dusche.

Schon wieder teurer – die Preise klettern zurück

Wie baden-tv-sued unter Berufung auf den ADAC berichtet, kostete Super E10 bereits am Freitag, den 2. Oktober, um 8 Uhr im bundesweiten Schnitt wieder 2,09 Euro pro Liter – rund vier Cent mehr als am Donnerstag zur gleichen Uhrzeit. Bei Diesel zeigte sich eine ähnliche Entwicklung. Der ADAC betont dabei: Trotz des Anstiegs liegen die Preise noch unter dem Niveau vor der Energiesteuersenkung. Allerdings sieht der Automobilclub auch klar, dass die Ermäßigung weiterhin nicht vollständig an den Zapfsäulen ankommt – und dass es nach wie vor Spielraum für niedrigere Kraftstoffpreise gäbe.

Nicht zum ersten Mal: Die Geschichte wiederholt sich

Genau dieses Muster kennen Autofahrer schon aus den vergangenen Tankrabatt-Runden. Wie die tagesschau berichtet, hatten bereits beim zweimonatigen Tankrabatt im Mai und Juni unter anderem das Ifo-Institut, die Monopolkommission und das Bundeskartellamt festgestellt, dass der Rabatt nicht vollständig weitergegeben wurde. Die Mineralölwirtschaft sieht das anders – der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet grundsätzlich eine sofortige und vollständige Weitergabe und kritisiert, dass Untersuchungen oft andere Kostenfaktoren außer Acht lassen. Fakt ist aber: Auch bei den vorherigen Tankrabatten waren die Preise wenige Tage nach dem Start schon wieder gestiegen, wie Daten des ADAC zeigen.

Was steckt hinter dem aktuellen Rabatt?

Der neue Tankrabatt gilt seit Mitternacht und läuft bis zum 31. Dezember – diesmal satte drei Monate statt nur zwei. Der Nachlass bei der Energiesteuer liegt eigentlich bei 14,04 Cent pro Liter, greift aber bei der Lieferung des Sprits und nicht direkt beim Tankstellenverkauf. Weil der niedrigere Preis dann auch die Mehrwertsteuer senkt, ergibt sich laut tagesschau ein Gesamtrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Für die Bundesregierung bedeutet das Mindereinnahmen von rund 2,485 Milliarden Euro – diesmal tragen sogar die Länder die Hälfte der Kosten mit, was eher unüblich ist.

Warum der Sprit überhaupt so teuer ist

Der Grund für die hohen Preise liegt laut tagesschau vor allem am Iran-Krieg, der den Export von Öl und Treibstoff aus der Golf-Region einschränkt. Dazu kommen fehlende Raffinerie-Kapazitäten und hierzulande auch logistische Probleme durch Niedrigwasser. Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Konflikts Ende Februar kostete ein Liter Super E10 noch 1,78 Euro, Diesel 1,75 Euro. Am vergangenen Sonntag lagen die Preise laut ADAC-Daten schon bei 2,28 Euro für Super E10 und 2,43 Euro für Diesel – der Tankrabatt federt das zwar ab, macht die Preise aber längst nicht wieder so günstig wie früher.

Was bedeutet das für euren Geldbeutel?

Rechenbeispiele der tagesschau zeigen: Ein Diesel-Fahrer mit 15.000 Kilometern im Jahr und sieben Litern Verbrauch auf hundert Kilometer spart in den drei Monaten des Rabatts rund 44 Euro – wenn der Nachlass komplett weitergegeben wird. Bei einem Benziner mit 9.000 Kilometern im Jahr und acht Litern Verbrauch sind es etwa 30 Euro. Ob am Ende wirklich so viel bei euch ankommt, hängt stark davon ab, wie die Tankstellen den Rabatt tatsächlich umsetzen – und da gibt’s eben berechtigte Zweifel.

Fazit: Augen auf beim Tanken

Der Tankrabatt ist da, die Entlastung ist spürbar – aber die ersten Tage zeigen schon wieder: Wachsamkeit ist angesagt. Wer sparen will, sollte Preise vergleichen, denn gerade in größeren Städten liegen günstige und teure Tankstellen oft im zweistelligen Centbereich auseinander. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich weiter auf dem Laufenden, wie sich die Spritpreise in den kommenden Wochen entwickeln. Jetzt reinhören bei Radio Frankfurt – wir bleiben für euch am Ball!

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