
Tankrabatt gestartet: Um Mitternacht sackten die Spritpreise rapide ab. Wir zeigen, wie stark Benzin und Diesel jetzt günstiger wurden und was Autofahrer…
Der neue Tankrabatt hat zum Start für deutlich fallende Preise an den Zapfsäulen gesorgt! Bereits um Mitternacht herum wurden Benzin und Diesel abrupt billiger. Auf dem Spritpreisportal Tankerkönig sackten die bundesweiten Durchschnittspreise zwischen 23.41 Uhr und 0.41 Uhr um rund 10 bis 11 Cent ab, wie das Handelsblatt berichtet. Auch am frühen Morgen zeigte sich etwa diese Preisdifferenz im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch.
Vielerorts wurde Superbenzin der günstigeren Sorte E10 für unter zwei Euro angeboten – allerdings mit großen regionalen Unterschieden. In München, Stuttgart oder Leipzig gab es laut ADAC-Portal sehr viele solcher Angebote, in Berlin ebenfalls zahlreiche. In Hamburg waren es dagegen nur wenige, und in Köln wurde am Morgen keine Tankstelle unter der Zwei-Euro-Marke angezeigt. Der bundesweite Durchschnittspreis bei Tankerkönig lag trotzdem deutlich über zwei Euro.
Spannend: Die Preise waren schon vor dem offiziellen Start des Tankrabatts am Donnerstag gesunken. Wie rnd.de berichtet, war Super E10 am Mittwochvormittag um 10 Uhr laut ADAC-Daten um 4,2 Cent billiger als zum gleichen Zeitpunkt am Dienstag. Bei Diesel ging es um 3,9 Cent nach unten. Kurz vor dem Mittagssprung waren Benzin und Diesel laut Tankerkönig sogar rund 5 Cent günstiger als 24 Stunden zuvor – der Mittagssprung selbst fiel dann aber etwas höher aus als sonst üblich.
Schon am Dienstag war der bundesweite Tagesdurchschnitt gesunken: Ein Liter E10 kostete laut ADAC 2,258 Euro, 1,8 Cent weniger als am Montag. Diesel verbilligte sich um 1,6 Cent auf 2,409 Euro. Die genauen Gründe für diesen Rückgang ließen sich laut ADAC nicht eindeutig benennen – eine Rolle dürfte aber die Entspannung an den internationalen Ölmärkten gespielt haben, zudem hatten die Kraftstoffpreise zuvor ein außergewöhnlich hohes Niveau erreicht.
Der eigentliche Rabatt steckt in der Steuer: Seit Mitternacht zum 1. Oktober gilt ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter auf Sprit. Betroffen ist zwar nur Kraftstoff, der nach Mitternacht Tanklager und Raffinerien verlässt – der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet laut rnd.de aber, dass der Rabatt sofort in vollem Umfang weitergegeben wird. Hauptgeschäftsführer Christian Küchen verweist darauf, dass die Senkung schon im Mai und Juni ohne Einschränkungen durchgereicht wurde.
Der ADAC ist da vorsichtiger: Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer rechnet mit einem sukzessiven Rückgang und fordert eine vollständige, möglichst schnelle Weitergabe – befürchtet aber Mitnahmeeffekte. Der en2x widerspricht mit Verweis auf den intensiven Wettbewerb der rund 14.000 Tankstellen in Deutschland. Beim letzten Tankrabatt im Mai und Juni waren unter anderem das Ifo-Institut, die Monopolkommission und das Bundeskartellamt zu dem Schluss gekommen, dass der Rabatt zwar weitgehend, aber nicht zu 100 Prozent bei den Autofahrern ankam.
Für alle, die zur Tankstelle wollen: Schnell muss es nicht unbedingt gehen! Wegen der sogenannten 12-Uhr-Regel kann der Preis bis zum Mittag nicht steigen. Der günstigste Zeitpunkt zum Tanken liegt laut Handelsblatt in der Regel am späten Vormittag – nur ganz knapp vor 12 Uhr sollte man nicht kalkulieren, denn danach springen die Preise meist deutlich nach oben.
Dass es wegen hoher Nachfrage an den Tankstellen zu Sprit-Engpässen kommt, erwartet der ADAC nicht. Laberer verweist darauf, dass das auch beim letzten Mal im Mai nicht der Fall war – obwohl damals mit dem 1. Mai zusätzlich ein Feiertag auf den Starttermin fiel.






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