
Tankrabatt gestartet: Spritpreise fallen deutlich, doch regional gibt’s große Unterschiede. Was Autofahrer jetzt zum neuen Steuernachlass wissen müssen.
Liebe Frankfurter, aufgepasst: Seit dem 1. Oktober ist er da, der neue Tankrabatt! Und der zeigt direkt Wirkung an den Zapfsäulen. Wie Epochtimes.de berichtet, sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter. Zusammen mit der wegfallenden Mehrwertsteuer auf diesen Anteil ergibt sich eine rechnerische Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Wer 50 Liter tankt, könnte also theoretisch gut 8,50 Euro sparen – vorausgesetzt, die Entlastung kommt auch wirklich bei euch an.
Und tatsächlich: Die Preise sind spürbar gefallen. Schon um Mitternacht ging’s los. Auf dem Spritpreisportal Tankerkönig sackten die bundesweiten Durchschnittspreise zwischen 23:41 Uhr und 0:41 Uhr um rund 10 bis 11 Cent ab, wie Epochtimes.de meldet. Vielerorts wurde Super E10 für unter 2 Euro angeboten – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. In München, Stuttgart oder Leipzig gab es viele solcher Angebote, in Berlin ebenfalls zahlreiche, in Hamburg eher wenige und in Köln am Morgen gar keine unter der 2-Euro-Marke.
Die Bundesregierung begründet die erneute Steuersenkung mit den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen infolge des Iran-Nahost-Konflikts. Mit der Maßnahme soll ein Teil des Preisanstiegs für private Haushalte und Unternehmen abgefedert werden – besonders Pendler sowie Handwerks- und Logistikfirmen sollen profitieren. Die Mindereinnahmen beziffert der Bund laut Epochtimes.de auf rund 2,5 Milliarden Euro. Neu diesmal: Auch die Länder beteiligen sich an der Finanzierung und tragen etwa 1,25 Milliarden Euro, also die Hälfte der Kosten.
Wichtig zu wissen: Die 17 Cent sind erstmal nur eine steuerliche Entlastung. Das Bundesfinanzministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Energiesteuer nur ein Teil des Kraftstoffpreises ist – ob die Entlastung wirklich komplett bei euch ankommt, entscheiden die Kraftstoffanbieter. Der ADAC äußerte sich laut Epochtimes.de in einer Pressemitteilung positiv zur Steuersenkung, mahnte aber zugleich, die Mineralölwirtschaft müsse die Entlastung diesmal besser weitergeben als beim letzten Mal.
Dass Schlangen an den Tankstellen entstanden sind, zeigt: Das Thema bewegt die Leute. Wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet, kam es vereinzelt – etwa in Berlin – zu längeren Warteschlangen, weil viele Autofahrer den Rabatt direkt mitnehmen wollten. Allerdings fiel der Preis für Super E10 nicht überall unter die 2-Euro-Marke, wie ebenfalls aus den Bildern und Berichten des Traunsteiner Tagblatts hervorgeht.
Spannend für alle, die weiterplanen: Der aktuelle Tankrabatt läuft am 31. Dezember aus und soll danach direkt in einen vorläufigen Spritpreisdeckel übergehen. Laut Epochtimes.de soll dieser spätestens zum 1. Januar 2027 nach dem Vorbild Belgiens oder Luxemburgs eingeführt werden. Vorher will die Bundesregierung noch Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen – und auch der ADAC will dabei mitreden, um die Verbraucherseite zu vertreten.
Unterm Strich: Der Tankrabatt ist da, die Preise sind spürbar gefallen, aber wie stark die Entlastung bei euch an der Zapfsäule ankommt, hängt auch vom Standort und vom jeweiligen Anbieter ab. Wer jetzt tanken will, lohnt sich ein Preisvergleich über gängige Spritpreisportale – gerade weil die Unterschiede zwischen den Städten laut den Berichten teils deutlich ausfallen.
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