
Spritpreise erreichen im September 2026 Rekordwerte – die Inflation steigt auf 3,3 Prozent. Was hinter den hohen Preisen an der Zapfsäule steckt.
Leute, wer im September tanken war, hat’s gemerkt: So teuer wie nie! Der ADAC hat’s schwarz auf weiß bestätigt – ein Liter Super E10 kostete im Bundesdurchschnitt 2,266 Euro und wurde damit im Vergleich zum August um fast zwölf Cent teurer. Noch heftiger traf’s die Diesel-Fahrer: 16 Cent Aufschlag, macht im Schnitt 2,386 Euro pro Liter. Der September war damit der teuerste Tankmonat überhaupt.
Am heftigsten knallte es am 16. September bei Super E10 mit 2,314 Euro und am 17. September bei Diesel mit 2,471 Euro. Am güstigsten war’s übrigens gleich am Monatsanfang, am 1. September, mit 2,183 Euro für Super E10 und 2,232 Euro für Diesel.
Und jetzt wird’s spannend: Der ADAC sagt ganz klar, dass sich die hohen Preise nicht einfach nur mit dem Ölpreis erklären lassen. Schon im April lag der Barrel-Preis für Nordseeöl der Sorte Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar – trotzdem war Super E10 damals günstiger als jetzt im September. Klar, Raffinerie- und Vertriebskosten sowie Steuern spielen auch mit rein. Aber der aktuelle Preisabstand? Für den ADAC „nicht vollständig nachvollziehbar“.
Wie der Deutschlandfunk berichtet, sieht das auch der Tankstellenverband kritisch. Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband wird dort zitiert: Literpreise von drei Euro seien durchaus denkbar, solche Preise gebe es schließlich schon an Autobahnen. Seine Kritik geht klar Richtung Mineralölkonzerne: „Es wird abkassiert. Und auch die Tankstellenbetreiber leiden unter den hohen Preisen.“
Die Rekordpreise an der Zapfsäule bleiben nicht ohne Folgen fürs ganze Land. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts, wie der Tagesspiegel berichtet, kletterte die Inflation im September auf 3,3 Prozent – nach 2,9 Prozent im August. Damit so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr! Besonders krass: In Nordrhein-Westfalen mussten Autofahrer für Diesel satte 48,7 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, bei Benzin waren’s 33,8 Prozent mehr. Heizöl legte sogar um 49,9 Prozent zu.
Der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann, bringt’s auf den Punkt: Kraftstoffe seien „mit Abstand der größte Preistreiber“. Und auch die Unternehmen wollen die höheren Energiekosten offenbar zunehmend weitergeben – laut Ifo-Institut stieg das Barometer für Preiserwartungen im September auf 22,7 Punkte.
Die Politik ist aufgewacht. Laut Deutschlandfunk fordert die SPD einen Preisdeckel und eine Übergewinnsteuer, orientiert am Vorgehen von Belgien und Luxemburg. CSU-Chef Söder bringt das österreichische Modell ins Spiel, bei dem staatliche Mehreinnahmen aus den gestiegenen Preisen an die Bürger zurückgegeben werden. Die Grünen wiederum fordern ein vergünstigtes Deutschlandticket, finanziert über die Übergewinne der Mineralölkonzerne.
Ab 1. Oktober soll’s immerhin etwas Entlastung geben: Ein neuer Tankrabatt tritt in Kraft, der die Kraftstoffpreise laut Helaba-Ökonomen um bis zu 17 Cent je Liter drücken könnte. Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank rechnet damit, dass die Inflation dadurch im Oktober um rund 0,3 Prozentpunkte sinkt.
So oder so: Der September 2026 geht als teuerster Tankmonat in die Geschichte ein – und das spürt jeder, der hier in und um Frankfurt sein Auto volltanken muss. Ob der Tankrabatt ab Oktober wirklich spürbar entlastet, bleibt abzuwarten. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden – schließlich wollen wir euch das beste Programm im Main-Gebiet bieten, auch bei den Themen, die wirklich ins Portemonnaie gehen!






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