Benzin und Diesel werden wieder teurer: Was der Tankrabatt seit 1. Oktober wirklich bringt und wie ihr beim Tanken in Frankfurt am meisten spart.
Liebe Frankfurter Autofahrer, Augen auf beim Tanken! Nach Angaben des ADAC ist Sprit im Vergleich zur Vorwoche wieder teurer geworden. Für einen Liter Super E10 werden bundesweit im Schnitt rund 2,151 Euro fällig – das sind etwa 2,5 Cent mehr als noch vor sieben Tagen. Auch Diesel zieht an: Der Preis stieg um 1,4 Cent auf durchschnittlich 2,247 Euro je Liter. Der ADAC sieht das Preisniveau trotz der leichten Schwankungen weiterhin als zu hoch an.
Ein Grund für die Preisbewegung ist laut ADAC der gestiegene Ölpreis. Am 13. Oktober kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zum Handelsschluss rund 106 US-Dollar – in der Woche davor waren es noch etwas über 100 US-Dollar. Kein Wunder also, dass sich das auch an unseren Tankstellen im Main-Gebiet bemerkbar macht.
Seit dem 1. Oktober läuft der neue Tankrabatt von Bund und Ländern, mit dem die Allzeit-Höchststände bei Benzin und Diesel abgefedert werden sollen. Die Energiesteuer auf Diesel und Benzin wird dafür um 14 Cent gesenkt, inklusive Mehrwertsteuer soll laut ADAC eine Entlastung von knapp 17 Cent pro Liter herauskommen. Der Rabatt gilt bis Ende Dezember.
Doch kommt davon wirklich alles bei euch an? Die Allgäuer Zeitung berichtet, dass ein Forscherteam des ifo Instituts einen Tankrabatt-Tracker entwickelt hat, um genau das zu überprüfen. Das Ergebnis: Am 1. Oktober sanken die Spritpreise tatsächlich um etwa 17 Cent pro Liter. In den Tagen danach schwankte der geschätzte Effekt allerdings, zeitweise lag er bei weniger als zehn Cent. Am 13. Oktober legten die Daten laut der Zeitung nahe, dass der Tankrabatt noch für eine Ersparnis von rund 15 Cent pro Liter sorgte. Der Rabatt kommt also größtenteils an – aber eben nicht zu hundert Prozent.
Wie viel ihr durch den Tankrabatt wirklich spart, hängt stark von eurer Fahrstrecke ab. Die Allgäuer Zeitung zitiert Berechnungen der Welt, wonach ein Durchschnittsfahrer eines Benzin-Pkw in Deutschland durch den Rabatt derzeit etwa neun Euro im Monat sparen kann. Bei Diesel-Fahrern sind es demnach rund 15 Euro monatlich. Im Vergleich zum Jahresanfang 2026 bleibt Sprit aber trotzdem deutlich teurer: Im Oktober lag der Benzinpreis rund 25 Cent über dem Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026, beim Diesel waren es sogar 43 Cent mehr. Laut den Berechnungen der Welt hat der Durchschnittsautofahrer in Deutschland seit Ende Februar deshalb etwa 135 Euro mehr für Benzin und 300 Euro mehr für Diesel ausgegeben.
Neben dem Tankrabatt spricht sich der ADAC auch für die Abschaffung der sogenannten 12-Uhr-Regel aus. Die Regel hat zwar dafür gesorgt, dass Tankstellen ihre Preise seltener am Tag ändern – gesenkt hat sie die Preise damit aber nicht. Stattdessen hat sich laut ADAC die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich vergrößert. Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, zahlt oft spürbar drauf. „Die 12-Uhr-Regel hat ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht“, so ADAC Verkehrspräsident Peter König, der eine Abschaffung fordert.
Zum Glück gibt es ein paar einfache Tricks, mit denen ihr an der Zapfsäule bares Geld sparen könnt. Da Preiserhöhungen meist um 12 Uhr erfolgen, ist Tanken laut ADAC inzwischen kurz vor Mittag am günstigsten – nicht mehr am Abend wie früher. Außerdem lohnt sich ein Preisvergleich zwischen Tankstellen, denn die Unterschiede können bis zu 7 Cent pro Liter betragen, an Autobahntankstellen sogar deutlich mehr. Wer auf das teurere Super E5 verzichtet und stattdessen E10 tankt, spart im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent je Liter – die meisten Benziner ab Baujahr November 2010 vertragen das problemlos. Hilfreich dabei: die Spritpreis-App „ADAC Drive“, mit der sich die Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland rund um die Uhr vergleichen lassen.
Fazit für euch Frankfurter: Der Tankrabatt wirkt, aber nicht in voller Höhe – und das Preisniveau bleibt insgesamt hoch. Augen offen halten lohnt sich also weiterhin, wenn ihr an die Zapfsäule fahrt.




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