
Sprit war im September so teuer wie nie – ab 1. Oktober bringt der Tankrabatt 17 Cent Entlastung pro Liter. Alle Fakten zur Spritpreis-Senkung im Main-Gebiet.
Liebe Frankfurter, wer im September tanken war, hat’s gemerkt: Der Sprit war so teuer wie nie zuvor! Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, lagen die Durchschnittspreise für Benzin und Diesel laut ADAC deutlich über den bisherigen Höchstständen. Der Grund dafür: der eingeschränkte Öl-Export aus der Golfregion infolge des Iran-Kriegs. Kein schöner Blick auf die Anzeigetafel an der Tankstelle – aber es gibt gute Nachrichten für euren Geldbeutel!
Ab dem 1. Oktober zahlt ihr an der Zapfsäule spürbar weniger. Der Bund senkt die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter, mit dem Mehrwertsteuer-Effekt ergibt sich eine Gesamtentlastung von knapp 17 Cent pro Liter. Für eine 50-Liter-Tankfüllung macht das rechnerisch 8,50 Euro Ersparnis – vorausgesetzt, die Tankstellen geben die Steuersenkung vollständig weiter. Laut Bundesregierung haben Bundestag und Bundesrat der Umsetzung zugestimmt, der Rabatt gilt bis zum 31. Dezember 2026.
Bund und Länder teilen sich die Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro zur Hälfte, die Länder steuern über einen Umsatzsteuerfestbetrag 1,25 Milliarden Euro bei. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte laut Bundesregierung: „Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze. Wir handeln schnell und haben einen klaren Fahrplan für 2027.“
Diskutiert wurden mehrere Modelle – von einer Mehrwertsteuer-Senkung über einen Preisdeckel bis zur Übergewinnsteuer auf Mineralölkonzerne. Durchgesetzt hat sich am Ende die Senkung der Energiesteuer. Der Vorteil: Davon profitieren nicht nur private Haushalte, sondern auch Unternehmen, Handwerker und der Mittelstand direkt.
Die berechtigte Frage: Landet die Entlastung auch tatsächlich an der Zapfsäule? Laut Bundesregierung kommen die unabhängige Monopolkommission und das Bundeskartellamt zu dem Schluss, dass die Energiesteuersenkung im Mai und Juni 2026 weitgehend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen ist. Das Finanzministerium hat zudem angekündigt, dass die Kartellbehörden den Mineralölkonzernen genau auf die Finger schauen sollen.
Nach dem Ende des Tankrabatts soll spätestens zum 1. Januar 2027 ein staatlich geregelter Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs und Belgiens greifen. Die Bundesregierung will dafür Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen – Versorgungssicherheit muss dabei gewährleistet bleiben, missbräuchliche Preisaufschläge sollen unterbunden werden. Ob der Zeitpunkt hält, ist allerdings offen, denn die konkrete Ausgestaltung steht noch aus.
Zusätzlich soll ein einkommensbezogener Direktauszahlmechanismus geschaffen werden, um besonders betroffene Menschen und Unternehmen gezielt zu entlasten, wenn nötig. Und für Pendler gibt’s schon jetzt Entlastung: Die dauerhafte Erhöhung der Pendlerpauschale sorgt laut Bundesregierung für steuerliche Erleichterungen.
Der September hat uns gezeigt, wie schnell die Spritpreise durch die Decke gehen können. Ab dem 1. Oktober gibt’s zumindest ein bisschen Entlastung für alle, die im Rhein-Main-Gebiet aufs Auto angewiesen sind – ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum nächsten Konzert. Bleibt dran, wir halten euch auf dem Laufenden – das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiterhin bei Radio Frankfurt. Jetzt reinhören!






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