
Eintracht Frauen unterliegen Bayern München knapp 0:1 am Brentanobad. Alle Highlights und Hintergründe zum Frauen-Bundesliga-Topspiel im Rückblick.
Der Sound der Weltstadt kennt auch bittere Töne: Im Stadion am Brentanobad hat die Eintracht ihr Heimspiel gegen den FC Bayern München verloren. Das Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem bis dahin seit 47 Ligapartien unbesiegten Spitzenreiter endete 0:1 – und damit blieb die SGE im Konjunktiv. Ein Sieg hätte die Frankfurterinnen an die Tabellenspitze gebracht, so bleibt es beim knappen, aber verdienten Erfolg für die Bayern.
Vor 5.750 Zuschauern begann die Eintracht mutig. Larissa Mühlhaus prüfte Bayern-Keeperin Mahmutovic gleich zweimal früh im Spiel, doch die Nationaltorhüterin parierte beide Male stark. Die Gäste nutzten ihre erste echte Chance eiskalt: Nach einer geblockten Frankfurter Ecke lief ein schneller Konter über Imade und Proost, ehe Klara Bühl links im Strafraum unhaltbar zum 0:1 einschoss. Wie der kicker berichtet, waren es nur zwei Stationen, die den Siegtreffer einleiteten.
Nach dem Rückstand übernahmen die Bayern das Kommando. Vor allem im Mittelfeld um Amani, die laut kicker im Stile eines Quarterbacks mit Physis und genauen Pässen überzeugte, lief wenig an den Münchnerinnen vorbei. Die Eintracht kam zwar zu Ballgewinnen, verlor die Kugel gegen das Gegenpressing aber zu oft schnell wieder. Bis auf einen Distanzschuss von Memeti und eine Hereingabe von Blomqvist blieb es bei überschaubarer Gefahr vor der Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Bayern tonangebend. Die Eintracht stand defensiv stabil, fand aber im Offensivspiel zu wenig Durchschlagskraft. Glück hatte Frankfurt, als Imade eine punktgenaue Flanke von Bühl aus fünf Metern nicht richtig traf. Richtig brenzlig wurde es in der 66. Minute, als ein Abschluss der eingewechselten Dallmann durch ein Abfälschen von Ilestedt zur gefährlichen Bogenlampe wurde – der Ball landete aber auf dem Tornetz statt im Tor.
Für einen Schreckmoment sorgte die 83. Minute, als DFB-Kapitänin Giulia Gwinn umknickte und ausgewechselt werden musste. Nach ihren jüngsten Verletzungen keimte kurz Sorge auf, doch da sie den Platz selbst verlassen konnte, bestand Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang. In der Schlussphase wurde die Eintracht noch einmal mutiger, was den Bayern mehr Räume für Konter eröffnete. Eine Bogenlampe von Kett parierte Altenburg sicher, Harder zielte knapp über das Tor. Auf der Gegenseite schoss Mühlhaus aus 15 Metern ebenfalls drüber. Unter dem Strich blieb es bei elf Torschüssen für die Eintracht und zwölf für die Bayern, bei einem Ballbesitz von 32 zu 68 Prozent für die Münchnerinnen, wie der kicker in den Spieldaten dokumentiert.
Mit dem Sieg bauten die Bayern Frauen ihre makellose Bilanz in der laufenden Saison weiter aus. Die Eintracht-Frauen bleiben nach dieser Partie auf dem zweiten Tabellenplatz, mussten sich dem Spitzenreiter aber knapp geschlagen geben. Drei Tage zuvor hatten die Frankfurterinnen mit einem 4:1-Erfolg gegen FH Hafnarfjördur den Einzug ins Achtelfinale des UEFA Women’s Europa Cup perfekt gemacht – nun folgte die Ernüchterung im heimischen Ligaalltag.
Das beste Programm im Main-Gebiet bleibt dran am Frauenfußball der Eintracht – schließlich zeigte die Mannschaft trotz der Niederlage kämpferische Qualitäten bis zur letzten Minute. Für die Fans der Adlerträgerinnen heißt es nun: Augen nach vorne richten auf die kommenden Aufgaben in Liga und Europapokal.






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