
Eintracht-Nachfolgersuche: FCN-Sportvorstand Chatzialexiou zählt laut BILD zu den Favoriten, äußert sich aber zurückhaltend zu den Frankfurt-Gerüchten.
Bei Eintracht Frankfurt wird nach der Freistellung von Sportvorstand Markus Krösche fieberhaft über eine Nachfolge diskutiert – wir haben in einem früheren Beitrag berichtet, wie es zu dem plötzlichen Knall kam. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Mit Joti Chatzialexiou hat sich erstmals ein konkret gehandelter Kandidat öffentlich zu den Gerüchten geäußert.
Der 50-Jährige ist seit über zwei Jahren Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg, wie die Nürnberger Nachrichten berichten. Chatzialexiou ist gebürtiger Frankfurter und war laut dem Portal Clubfokus von 2001 bis 2009 als Jugendtrainer bei der SGE tätig, bevor er 20 Jahre lang beim DFB arbeitete. Diese Vergangenheit macht ihn für viele zu einem naheliegenden Namen auf der Kandidatenliste.
Zu einem möglichen Interesse der Eintracht äußerte sich Chatzialexiou gegenüber den Nürnberger Nachrichten verhalten. Bereits Ende August hatte er laut Clubfokus erklärt, es gebe zu Eintracht Frankfurt „überhaupt keinen Kontakt“. Dieses Statement erneuerte er demnach zuletzt: Der Fokus liege derzeit auf dem Club, es sei kein Thema, mit dem er sich beschäftige.
Wie Clubfokus unter Berufung auf die BILD berichtet, zähle Chatzialexiou inzwischen „zu den Favoriten auf die Krösche-Nachfolge“ und gelte als „charmanteste Lösung für das Frankfurter Umfeld“. Gleichzeitig betone das Blatt, dass es Chatzialexious erklärtes Ziel sei, den FCN in die Bundesliga zu führen.
Gegen einen schnellen Wechsel spricht einiges: Chatzialexiou hatte seinen Vertrag beim 1. FC Nürnberg erst im Sommer verlängert und sich dabei laut Clubfokus klar zu seinem Arbeitgeber bekannt. Er identifiziere sich mit dem Club, der Stadt und den Menschen im Verein, hieß es damals. Ein plötzlicher Abgang erscheint vor diesem Hintergrund aktuell eher unwahrscheinlich, zumal seine Aufbauarbeit beim FCN gerade erst Früchte zu tragen beginnt.
Inhaltlich würde Chatzialexiou durchaus ins Anforderungsprofil der Frankfurter passen: Beim 1. FC Nürnberg setzt er auf ein Geschäftsmodell, das junge Talente entwickelt und später gewinnbringend verkauft – ein Prinzip, das auch die Eintracht über Jahre ausgezeichnet hat. Bestätigte Hinweise auf konkrete Verhandlungen zwischen beiden Seiten gibt es bislang aber nicht.
Bei der Eintracht übernimmt derzeit Axel Hellmann interimistisch die sportlichen Belange, bis ein neuer Sportvorstand feststeht. Ob Chatzialexiou dabei tatsächlich eine Rolle spielt, bleibt offen – klar ist nur: Sein Name ist der erste, der öffentlich mit der Krösche-Nachfolge in Verbindung gebracht wird und sich dazu auch selbst geäußert hat.






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