
Hitzerekord statt Herbstgefühl: Der September 2026 war in Frankfurt extrem sonnig und viel zu trocken. Alle Fakten zu Temperaturen und Regenmangel im Überblick.
Leute, was war das für ein September! Statt Kürbissuppe und Kuschelsocken gab’s in Frankfurt und ganz Hessen nochmal ordentlich Sonnencreme-Wetter. Wie hessenschau berichtet, wurden am Mittwoch in Runkel-Ennerich im Limburg-Weilburg-Kreis noch einmal 30,6 Grad gemessen – damit wurde sogar ein 40 Jahre alter Rekord für die Dekade vom 21. bis 30. September geknackt. Auch bei uns in Frankfurt kletterte das Thermometer am selben Tag noch einmal über die 30-Grad-Marke. Nach Daten von timeanddate.de wurde am 30. September in Frankfurt mit 30 Grad um 16:50 Uhr der Höchstwert der vergangenen Wochen erreicht.
Die höchste Temperatur im ganzen Monat gab’s hessenweit schon am 7. September mit 31,9 Grad in Geisenheim. hr-Meteorologe Tim Staeger ordnet das Ganze ein: Für Ende September sei das „sehr ungewöhnlich“ und „schon bemerkenswert“.
Ein absoluter Rekord-September war’s laut Staeger dann aber doch nicht – in den Jahren 2023, 2016 und sogar schon 1947 war’s noch wärmer. Trotzdem: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach lag der September im Schnitt bei 16,1 Grad – satte 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel. Auch bei der Sonne wurde ordentlich geklotzt: 198 Sonnenstunden gab’s, statt der üblichen 142. Der Grund, warum es trotzdem kein Rekord wurde: Die Hitze hielt nicht durchgehend an. Nachts kühlte es teils kräftig ab, in Fulda sogar auf 0,5 Grad. Auch in Frankfurt zeigten die Werte diese Schwankungen: Laut timeanddate.de sank die Temperatur am 26. September auf frostige 3 Grad, bevor es dann Ende des Monats wieder Richtung 30 Grad ging.
Während die Temperaturen Achterbahn fuhren, blieb der Regen fast komplett aus. Mit nur 29 Litern pro Quadratmeter fiel laut hessenschau etwa halb so viel Niederschlag wie in einem durchschnittlichen September. Die Unterschiede in der Region waren dabei riesig: Im südhessischen Biblis kamen gerade mal 13 Prozent der üblichen Regenmenge an, in Schwalmstadt-Treysa immerhin 85 Prozent – aber auch dort wurde das Soll nicht erreicht. Die Folgen sind in ganz Hessen spürbar: Seit August sind die Pegelstände im Rhein historisch niedrig, was der Schifffahrt massive Probleme bereitet.
Pünktlich zum 1. Oktober brachten die Ausläufer eines Islandtiefs dann endlich mal richtig Regen nach Hessen – im Westerwald und Taunus waren laut Staeger bis zu 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Für die ausgetrocknete Vegetation und die Böden war das zwar erfreulich, aber eher ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Regenband zog schon in der Nacht wieder ab. Staeger rechnet damit, dass sich die Lage an den Flüssen bis Mitte Oktober wieder verschärfen könnte, weil der Boden den Regen schnell aufsaugt.
Und danach? Laut Prognose wird’s erstmal wieder „golden“ – mit bis zu 22 Grad am Wochenende bleibt es weiterhin milder als normalerweise üblich für die Jahreszeit. Die Wetterdaten von timeanddate.de zeigen für Anfang Oktober in Frankfurt tatsächlich Werte zwischen 19 und 24 Grad – der Spätsommer lässt also offenbar noch nicht ganz los.






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