
Sven Petry fährt täglich ab sechs Uhr morgens bei extremer Hitze durch Frankfurt – ein Blick hinter die Kulissen der Männer, die unsere Stadt sauber halten.
Sechs Uhr morgens, die Sonne knallt bereits vom Himmel – und während die meisten Frankfurterinnen und Frankfurter noch tief schlafen, rollen am Müllheizkraftwerk an der Heddernheimer Landstraße die ersten Müllwagen aus. Im Minutentakt. Kein Zögern, kein Warten. Der Sommer macht hier keine Pause – und die Männer hinter den schweren Gefährten auch nicht.
Einer von ihnen ist Sven Petry. Der 25-Jährige schwingt sich auf den Fahrersitz seines vierzehn Tonnen schweren Heckladers und setzt die Tour durch den Frankfurter Nordwesten in Gang. Seit fünf Jahren macht er genau das – bei Regen, bei Kälte und eben auch bei glühender Hitze. Ein Job, der körperlich alles fordert. Und das schon in den frühen Morgenstunden.
„Man merkt, dass Ferien sind“, sagt Petry mit einem Schmunzeln. „Die Tonnen sind leerer, weil viele im Urlaub sind.“ Klingt nach Entlastung – ist es aber nur bedingt. Denn was an Gewicht in den Tonnen fehlt, holt die Hitze auf andere Weise wieder rein. Das Arbeiten im Freien bei sommerlichen Temperaturen ist knallhart. Schritt für Schritt, Tonne für Tonne.
Bis zum Ende einer einzigen Tour kann das Gewicht des Müllwagens übrigens auf über zwanzig Tonnen anwachsen. Das gibt schon mal einen Eindruck davon, was da täglich durch Frankfurts Straßen rollt – und wer dafür verantwortlich ist, dass unsere Stadt sauber bleibt.
Sven Petry ist nicht allein unterwegs. Sein vierköpfiges Team legt von Anfang an ein steiles Tempo vor: schnelle Schritte, gezielte Handgriffe – das läuft wie ein eingespieltes Uhrwerk. Eine saubere Stadt ist eben Teamarbeit. Und diese Jungs liefern, egal wie das Thermometer steht.
Auch Fessie – der stadtbekannte Schornstein der Verbrennungsanlage mit der markanten Drachenillustration – schaut dem Treiben unbeeindruckt zu. Die Sonne kümmert ihn herzlich wenig. Und die Männer, die täglich für uns im Einsatz sind, lassen sich von ihr genauso wenig aufhalten.
Diese Geschichte ist Teil der neuen FR-Serie „Sommergesichter“ – und sie zeigt eindrucksvoll, was hinter den Kulissen unserer Stadt passiert, während wir uns über ein sauberes Frankfurt freuen. Es sind Menschen wie Sven Petry, die dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Bei 40 Grad. Um sechs Uhr morgens. Jeden Tag.
Das nächste Mal, wenn ihr morgens den Müllwagen hört – kurz innehalten und daran denken, wer da gerade für euch im Einsatz ist. Ein bisschen Respekt und Anerkennung – die haben sich diese Frankfurter Alltagshelden mehr als verdient!






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