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Sechs Uhr morgens, 40 Grad: Frankfurts Müllmänner im Sommereinsatz

Sven Petry fährt täglich ab 6 Uhr durch Frankfurt – bei 40 Grad im Hochsommer. Wie Frankfurts Müllabfuhr die Stadt am Laufen hält, lest ihr hier.

Redaktion
·
18. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Wenn Frankfurt noch schläft, sind sie schon unterwegs

Der Wecker klingelt, die Sonne knallt – und Sven Petry sitzt bereits hinter dem Steuer seines vierzehn Tonnen schweren Müllwagens. Sechs Uhr morgens, Hochsommer in Frankfurt: Während die meisten von euch noch tief schlafen, rücken die Müllwagen der FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH) am Müllheizkraftwerk an der Heddernheimer Landstraße im Minutentakt aus. Das ist gelebter Frankfurter Einsatz – echt, unglamourös und absolut unverzichtbar!

Der Sound der Weltstadt beginnt mit Mülltonnen

Sven Petry (25) ist seit fünf Jahren dabei. Fünf Jahre, in denen er den sogenannten Hecklader durch die engen Straßen des Frankfurter Nordwestens manövriert – bei Regen, Kälte und eben auch bei glühender Hitze. „Man merkt, dass Ferien sind“, sagt er gut gelaunt, während er den Koloss in Bewegung setzt. „Die Tonnen sind leerer, weil viele im Urlaub sind.“ Ein kleiner Trost in der Sommerhitze – denn bis zum Ende einer Tour kann das Gewicht des Wagens auf über zwanzig Tonnen anwachsen.

Übrigens: Stadtbekannt ist auch „Fessie“, der Schornstein der Verbrennungsanlage mit seiner markanten Drachenillustration. Den kümmert die Sommersonne herzlich wenig – und Sven Petry lässt sich von ihr genauso wenig aufhalten.

Teamarbeit macht Frankfurt sauber

Was viele nicht wissen: Hinter jedem Müllwagen steckt ein eingespieltes Team. Petroys vierköpfige Crew legt schon zu Beginn der Tour ein steiles Tempo vor – schnelle Schritte, gezielte Handgriffe, kein unnötiges Zögern. Eine saubere Stadt ist eben kein Selbstläufer. Es ist Teamarbeit. Jeden einzelnen Morgen. Auch wenn das Thermometer in den roten Bereich klettert.

Genau das macht die neue FR-Serie „Sommergesichter“ sichtbar: Menschen in Frankfurt, die im Hintergrund arbeiten, damit der Rest der Stadt funktioniert. Sven Petry und sein Team sind der perfekte Auftakt – weil ihre Arbeit täglich stattfindet, aber selten gewürdigt wird.

Respekt für die, die Frankfurt am Laufen halten

Habt ihr schon mal daran gedacht, was passiert, wenn die Müllabfuhr einfach mal einen Tag pausiert? Richtig – Frankfurt würde es sofort merken. Die Männer und Frauen, die bei 40 Grad im Schatten durch enge Straßen hetzen, verdienen mehr als ein müdes Schulterzucken. Sie verdienen echten Respekt – und vielleicht auch mal ein freundliches Winken, wenn der Hecklader das nächste Mal an eurem Haus vorbeifährt.

Radio Frankfurt sagt: DANKE an alle, die täglich dafür sorgen, dass unsere Stadt sauber bleibt. Ihr seid das beste Programm im Main-Gebiet – nicht auf Sendung, sondern auf der Straße. Und das jeden Morgen ab sechs Uhr.

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