
Österreichs U21 trennt sich 1:1 von Dänemark und verpasst die Chance auf den Befreiungsschlag in der EM-Qualifikation. Jetzt zählt das Finale gegen Wales.
Die U21-Fußball-EM 2027 in Albanien und Serbien rückt für Österreich in weite Ferne. Die ÖFB-Auswahl trennte sich am Freitag im vorletzten Gruppe-I-Quali-Spiel im Wiener Stadion Sportclub-Platz von Dänemark mit 1:1 – wie schon im Hinspiel. Damit liegt das Team von Teamchef Peter Perchtold weiterhin drei Punkte hinter dem zweitplatzierten Konkurrenten. Hinzu kommt: Die Dänen haben laut Sky Sport Austria das um neun Treffer bessere Torverhältnis, das Österreich in der letzten Runde noch aufholen müsste.
Vor rund 2.700 Zuschauern gingen die Gäste aus Dänemark durch einen Treffer von Einwechselspieler Conrad Harder in der 50. Minute in Führung. Die Antwort der Österreicher ließ nicht lange auf sich warten: Erik Kojzek, ebenfalls erst eingewechselt, glich in der 69. Minute aus. Für mehr reichte es trotz klarem Chancenplus der Heimischen nicht.
ÖFB-Teamchef Peter Perchtold zeigte sich nach der Partie zwiegespalten. Man habe den Dänen, die als Gruppenkopf in die Qualifikation gegangen waren, das eigene Spiel aufgezwungen und spielerisch starke Aktionen gezeigt, resümierte er. Enttäuschend sei dennoch, dass der Sieg nicht gelungen sei. Auch Torschütze Kojzek räumte ein, dass der fehlende zweite Treffer schmerze, betonte aber, das Team habe gezeigt, wozu es fähig sei.
Im Vergleich zum knappen 2:1-Sieg gegen Belarus nahm Perchtold vier Änderungen vor. In der Innenverteidigung begann Valentin Zabransky anstelle von Konstantin Schopp, im Mittelfeld ersetzte Luca Weinhandl den nach Belgien gewechselten Nikolas Sattlberger. In der Offensive erhielten Thierry Fidjeu-Tazemeta und Jacob Hödl den Vorzug vor Nikolaus Wurmbrand und Oluwaseun Adewumi. Wie Sky Sport Austria berichtet, liefen zudem mit Torhüter Lukas Jungwirth und Vasilije Markovic zwei Spieler auf, die zuletzt von A-Team-Trainer Ralf Rangnick nominiert worden waren.
Vor der Pause hatte Österreich die besseren Gelegenheiten, nutzte sie aber nicht. Furkan Dursun scheiterte zweimal am dänischen Torhüter Theo Sander, einmal nach einem abgefangenen Fehlpass. Auch ein abgefälschter Schuss von Hödl brachte keinen Treffer, ebenso wenig ein Kopfball von Zabransky, der knapp drüberging. Auf dänischer Seite blieb es bei einer nennenswerten Chance durch August Priske, der knapp vorbeischoss.
Der Start der zweiten Hälfte sorgte für Diskussionen. Ein mögliches Foul an Dursun im Strafraum wurde vom Schiedsrichter nicht geahndet. Nach Angaben von derstandard.de nahm kurz darauf Valdemar Byskov dem Salzburger Zabransky im Zweikampf den Ball ab, zog in den Sechzehner und legte für den soeben eingewechselten Harder auf, der zur dänischen Führung einschob.
Danach übernahm Österreich wieder das Kommando. Nikolaus Wurmbrand vergab am Fünfer eine gute Gelegenheit zur Führung, ein Schuss von Nicolas Bajlicz ging daneben. Auch ein Freistoß von David Puczka in der Nachspielzeit verfehlte das Tor. Beim Dänen Julius Berthel Askou reichte es für die Gelb-Rote Karte, nachdem er Lieferings Oghenetejiri Adejenughure zu Fall gebracht hatte. Am Ende blieb es beim 1:1, das den Dänen zumindest einen Platz in den EM-Playoffs sichern dürfte.
Für Österreich geht es nun um alles: Am Dienstag ist die Mannschaft in Caernarfon beim Tabellenvierten Wales zu Gast – nach der klaren 0:2-Hinspielniederlage ein Spiel mit Revanche-Charakter. Parallel empfangen die Dänen im Kampf um den Gruppensieg den bisherigen Tabellenführer Belgien in Vejle. Laut derstandard.de bräuchte Österreich einen klaren Sieg gegen Wales und zugleich eine deutliche Niederlage Dänemarks, um realistische Chancen auf die Endrunde zu wahren. Neben den Gruppensiegern hat auch der beste Gruppenzweite die EM-Teilnahme sicher, die übrigen vier Plätze werden in Playoffs unter den restlichen Gruppenzweiten ausgespielt.






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