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PISA-Schock: Jeder dritte Jugendliche kann kaum noch richtig lesen

PISA-Studie alarmiert: Jeder dritte Jugendliche kann kaum noch richtig lesen. Die Stiftung Lesen fordert mehr Förderung – schon ab dem Kleinkindalter.

Redaktion
·
6. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 14 Stunden

Alarmstufe Rot für die Lesekompetenz

Leute, das geht uns alle an! Die neue PISA-Studie zeigt schwarz auf weiß: Rund ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland hat erhebliche Schwierigkeiten, Texte zu verstehen und Infos richtig einzuordnen. Wie die Stiftung Lesen mitteilt, ist das keine Eintagsfliege, sondern ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet.

Die Zahlen, die wachrütteln sollten

Nach Angaben der Stiftung Lesen erreichen 15-Jährige in Deutschland im Lesen 465 Punkte – das liegt zwar im OECD-Durchschnitt, aber der Anteil der Schüler*innen, die nicht mal die Kompetenzstufe II schaffen, hat sich seit 2015 verdoppelt. Und auch am anderen Ende wird’s düster: Der Anteil der richtig starken Leser*innen ist von 12 Prozent (2015) auf nur noch 7 Prozent (2025) gesunken. Beide Enden der Skala entwickeln sich also in die falsche Richtung – das muss man sich mal vorstellen!

Dazu kommt laut Stiftung Lesen, dass der Zusammenhang zwischen Herkunft der Familie und schulischem Erfolg noch stärker geworden ist. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, wird in der Mitteilung deutlich: Die Ergebnisse seien alles andere als überraschend – überraschend wäre eher, wenn jetzt endlich politisch was passiert.

Das Problem fängt viel früher an

Die Stiftung Lesen verweist auch auf die IGLU-Studie, die zeigt: Schon jedes vierte Kind verlässt die Grundschule, ohne richtig gut lesen zu können. Und diese Lücke holt man später kaum wieder auf. Deswegen fordert die Stiftung Lesen mehr frühkindliche Sprach- und Leseförderung – und zwar lange bevor Kinder überhaupt eingeschult werden. Konkret sollen Vorleseaktionen in Kitas, verbindliche Sprachstandserhebungen und mehr Lesezeit in der Grundschule her.

Programme vor dem Aus – und das in dieser Lage

Besonders bitter: Laut Stiftung Lesen stehen Programme wie „Lesestart 1-2-3“ aktuell vor dem Aus. Dabei erreichen solche Programme Familien schon früh und niedrigschwellig – über Kinder- und Jugendärzt*innen und Büchereien, mit Buchgeschenken und Infos in mehreren Sprachen. Dass ausgerechnet solche Angebote wackeln, während die Zahlen immer schlechter werden, nennt die Stiftung Lesen „geradezu absurd“.

Was wirklich hilft: Vorlesen und Vorbilder

Die Stiftung Lesen macht klar: Zehn Minuten Vorlesen am Tag sollten so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Der Vorlesemonitor von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung zeigt sogar: Wem als Kind vorgelesen wurde, der liest später selbst häufiger vor und liest auch als Erwachsener mehr. Vorlesen wirkt also über Generationen hinweg.

Deshalb ruft die Stiftung Lesen zusammen mit Thalia und prominenter Unterstützung zur Kampagne „Ich lese vor – du auch?“ auf. Für Eltern, die ihre Kinder ans Lesen heranführen wollen, empfiehlt die Stiftung Lesen außerdem eine ruhige Leseecke mit gutem Licht, einen Büchereibesuch und vor allem: Kinder und Jugendliche selbst mitentscheiden lassen, was sie lesen wollen. Comics, Mangas oder Zeitschriften mit kürzeren Texten können dabei die Einstiegshürde senken.

Fazit

Die Zahlen sind ein Weckruf – für Politik, Schulen und auch für jede Familie zu Hause. Lesen ist die Basis für fast alles andere, von der Schule bis zum späteren Berufsleben. Und manchmal reichen eben schon zehn Minuten Vorlesen am Tag, um was zu verändern.

Quellen

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