
Eintrachtspieler Bernd Nickel eröffnete 1975 in der Frankfurter Bethmannstraße den ersten Fanshop Deutschlands.
Fanartikel kaufen – im Stadion, online oder im Laden um die Ecke. Das klingt heute völlig normal. Aber weißt du eigentlich, wo das alles angefangen hat? Mitten in Frankfurt! Eintrachtspieler Bernd Nickel hatte 1975 eine Idee, die die Fankultur in Deutschland für immer verändern sollte: Er eröffnete in der Bethmannstraße den ersten deutschen Fanshop überhaupt. Der Sound der Weltstadt – und ein Stück Fußballgeschichte, das genau hier seinen Ursprung hat.
Wie Matthias Thoma, Geschäftsführer des Eintracht-Frankfurt-Museums, erklärt, war die Welt der Fanartikel vor 1975 noch eine ganz andere: „Zunächst gab es nur wenige, oft auch handgebastelte Artikel. Bis dann der Eintrachtspieler Bernd Nickel 1975 auf die Idee kam, den ersten deutschen Fanshop überhaupt in der Bethmannstraße zu eröffnen.“
Was heute selbstverständlich ist – ein professionell geführter Laden voller Trikots, Schals und Fanutensilien – war damals echtes Neuland. Nickel erkannte früh, dass Fans mehr wollten als nur 90 Minuten Fußball. Sie wollten ihre Leidenschaft zeigen, tragen und leben. Und genau dafür schuf er in Frankfurt die erste Anlaufstelle dieser Art in ganz Deutschland.
Besonders spannend: In den ersten Jahren des Shops verkaufte Bernd Nickel dort nicht nur Eintracht-Artikel. Im Sortiment fanden sich auch Fritz-Walter-Jacken – für Fans des 1. FC Kaiserslautern. Ein echtes Zeichen dafür, dass der Shop in seiner Anfangszeit als allgemeiner Anlaufpunkt für Fußballfans gedacht war, quer durch die Bundesliga.
Das zeigt, wie visionär das Konzept war: Nickel dachte nicht nur an die Eintracht-Anhänger, sondern an die Fankultur insgesamt. Frankfurt als Geburtsort des deutschen Fanshops – das ist eine Geschichte, die nicht viele kennen, aber die jeder kennen sollte!
Heute lebt diese Geschichte weiter – unter anderem im Eintracht-Museum im Deutsche Bank Park. Museumsleiter Matthias Thoma bewahrt dort die Erinnerungen an solche besonderen Momente der Vereins- und Stadtgeschichte. Der „Eintracht-Shop“ im Museum ist dabei nicht nur ein Ort zum Stöbern, sondern auch ein Verweis auf dieses einmalige Erbe, das Bernd Nickel mit seiner Idee in der Bethmannstraße begründet hat.
Wer das nächste Mal durch die Frankfurter Innenstadt spaziert und an einem Fanshop vorbeiläuft – egal ob für Eintracht, für die Konkurrenz oder irgendeinen anderen Club – der sollte kurz innehalten. Denn das alles begann hier, in Frankfurt, mit einem Spieler, der einfach dachte: Die Fans verdienen mehr. Und er hatte verdammt nochmal recht!






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