
Betrüger verschicken derzeit gefälschte PayPal-Mails. So erkennst du die Phishing-Nachricht und schützt dein Konto.
Ihr sitzt im Zug oder Auto, checkt kurz eure Mails und plötzlich: „Ungewöhnliche Anmeldung in deinem PayPal-Konto entdeckt!“ Der Puls geht hoch, der Finger zuckt Richtung Link. Genau darauf setzen Betrüger gerade massenhaft. Aktuell kursieren wieder jede Menge Phishing-Mails, die aussehen wie von PayPal, es aber ganz und gar nicht sind. Wir zeigen euch, wie ihr die Masche durchschaut, bevor euer Konto leergeräumt wird.
Der Klassiker unter den Fake-Mails: Angeblich wurde eine „ungewöhnliche Anmeldung“ oder „verdächtige Aktivität“ in eurem Konto entdeckt. Ihr sollt euch über einen Link einloggen, um euer Konto zu „verifizieren“ oder zu „entsperren“ – sonst drohe die Sperrung. Klingt erstmal plausibel, ist aber kompletter Betrug. Der Link führt nämlich nicht zur echten PayPal-Seite, sondern zu einer täuschend echten Kopie. Gebt ihr dort eure Login-Daten ein, landen die direkt bei den Kriminellen – und die übernehmen dann euer echtes Konto, um Geld abzubuchen oder Zahlungen in eurem Namen auszulösen.
Noch dreister wird’s bei der Variante, die die Verbraucherzentrale gerade besonders im Visier hat. Hier wird behauptet, es gebe ein Problem mit eurem Konto oder eine verdächtige Transaktion – und euer Konto werde „innerhalb von 24 Stunden“ gesperrt, wenn ihr nicht sofort handelt. Genau diese Masche mit der 24-Stunden-Frist nehmen auch die Kollegen von CHIP gerade ganz genau unter die Lupe – und warnen PayPal-Kunden ausdrücklich davor, bei solchen Nachrichten in Hektik zu verfallen. Dieser künstliche Zeitdruck soll euch dazu bringen, unüberlegt zu klicken und dann nicht nur eure Zugangsdaten preiszugeben, sondern teilweise auch Adresse, Bankdaten oder Kreditkartendaten. Ganz wichtig: Seriöse Unternehmen wie PayPal drohen NIEMALS mit so kurzen Fristen und fragen NIEMALS per Mail nach sensiblen Daten über einen Link.
Eine weitere Variante, die gerade in Umlauf ist, trägt den Betreff „Рау Рal – Neue Anmeldung erkannt“ (ja, mit kyrillischen Buchstaben im Namen getarnt). Die Nachricht gaukelt vor, jemand habe sich von einem unbekannten Gerät aus in euren Account eingeloggt, und fordert euch auf, über einen Link zu prüfen, ob ihr das selbst wart. Auch hier: reine Phishing-Falle. Die Betrüger setzen auf eure Sorge, gehackt worden zu sein – und genau diese Angst soll euch zum Klicken bringen. Auffällig sind oft kleine Fehler in Sprache oder Formatierung sowie eine Absenderadresse, die nicht ganz mit der echten PayPal-Domain übereinstimmt. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist übrigens etwa ein Drittel aller unerwünschten Mails ein Phishing-Versuch – ihr seid also definitiv nicht allein mit diesem Problem.






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