
Ein Bus, 20 Flüchtlinge und eine Botschaft, die unter die Haut geht: Die „Let fear go“-Bustour des Oplatz Refugee Movement Berlin hat am Donnerstag, dem 16. Jul
Ein Bus, 20 Flüchtlinge und eine Botschaft, die unter die Haut geht: Die „Let fear go“-Bustour des Oplatz Refugee Movement Berlin hat am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, Station in Frankfurt gemacht. An Bord ist auch die Sudanesin Napuli Paul Langa, die mit dieser Tour durch Deutschland reist, um auf die Situation von Geflüchteten aufmerksam zu machen. Der Sound der Weltstadt hat eine laute Stimme – und die gehört auch denen, die sonst kaum gehört werden.
Was diese Tour von vielen anderen Aktionen unterscheidet: Sie geht wirklich nah. An der elften Station der Reise wurde es Napuli Paul Langa zu viel. In Darmstadt besuchte die Gruppe ein Abschiebegefängnis – und als Inhaftierte hinter Gittern weinten, liefen auch bei Langa die Tränen. Ein Moment, der zeigt, wie konkret und wie menschlich das Thema Abschiebung ist – jenseits aller politischen Debatten.
In Frankfurt traf der Bus auf starke lokale Verbündete: die Seebrücke Frankfurt und die Frankfurter Initiative Project Shelter. Gemeinsam hielten sie eine Pressekonferenz im medico-Haus in der Lindleystraße 15 ab. Das Ziel dabei ist klar – gemeinsame Perspektiven und Ansatzpunkte der Solidarität entwickeln und Widerstand gegen eine Politik leisten, die zunehmend auf gesellschaftliche Spaltung und Migrationsabwehr setzt. Starke Worte, die in Frankfurt Gehör finden sollen.
Das Oplatz Refugee Movement Berlin setzt sich aktiv für die Rechte von Geflüchteten ein. Die „Let fear go“-Bustour ist dabei mehr als nur eine Reise durch Deutschland – sie ist ein rollender Protest, ein Netzwerk-Event und ein Zeichen der Solidarität zugleich. Napuli Paul Langa reist mit rund 20 Flüchtlingen, die ihre Geschichten mitbringen und die Öffentlichkeit direkt konfrontieren: mit Gesichtern, mit Schicksalen, mit Gefühlen.
Dass der Bus ausgerechnet auch Frankfurt ansteuert, ist kein Zufall. Die Stadt am Main ist eine offene, internationale Stadt – und gleichzeitig ein Ort, an dem die Debatten um Migration und Abschiebung täglich spürbar sind. Lokale Organisationen wie die Seebrücke Frankfurt und Project Shelter zeigen: Hier gibt es Menschen, die hinschauen, die handeln und die Solidarität leben.
Wenn Aktivistinnen wie Napuli Paul Langa weinen, weil Menschen hinter Gittern weinen – dann ist das ein Signal, das wir nicht ignorieren sollten. Die „Let fear go“-Tour erinnert uns daran, dass hinter jedem politischen Begriff ein Mensch steckt. Frankfurt hat zugehört. Hast du es auch?






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