
Noel Aseko startete im Derby-Sieg gegen Mainz in der Eintracht-Startelf. Dazu sollen Ebnoutalib und Burkardt vor ihrer ersten DFB-Nominierung unter Klopp…
Was eine Saison bei der SGE gerade passiert, ist wirklich bemerkenswert. Eintracht Frankfurt ist in der Bundesliga angekommen – mit Schwung, mit Charakter und mit Spielern, die plötzlich auch auf nationaler Ebene für Gesprächsstoff sorgen. Einer davon: Noel Aseko, der beim jüngsten 3:1-Auswärtssieg im Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 von Beginn an auf dem Platz stand.
Es war ein historischer Abend für die Adlerträger: Zum erst zweiten Mal überhaupt holte Eintracht Frankfurt in der Bundesliga drei Punkte beim FSV Mainz 05. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, war es der 19. Anlauf, bis dieser Erfolg endlich gelang. Den einzigen vorherigen Sieg in Mainz hatten die Hessen im Januar 2021 mit 2:0 gefeiert – damals wie heute unter Trainer Adi Hütter.
Beim 3:1-Erfolg in Mainz traf Can Uzun gleich doppelt (9. und 60. Minute), Jonathan Burkardt erzielte kurz vor der Pause das wichtige 2:0. Torwart Noah Atubolu krönte seinen Auftritt, indem er in der 43. Minute einen Elfmeter von Nadiem Amiri parierte – laut PNP bereits der sechste Strafstoß, den Atubolu in der Bundesliga abwehren konnte. Der späte Anschlusstreffer von Phillip Tietz (89.) kam für Mainz zu spät.
Trainer Hütter veränderte sein Team für das Derby auf zwei Positionen: Noel Aseko und Jeremiaha Maluze rückten in die Startelf, Mario Götze und Younes Ebnoutalib saßen zunächst auf der Bank. Hütter hatte sein System auf eine Dreierkette mit nur einem klassischen Mittelstürmer umgestellt – die Wahl beim zentralen Angreifer fiel dabei auf Burkardt, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte traf und zudem den Führungstreffer von Uzun vorbereitete.
Ebnoutalib, der in dieser Saison bereits beim 3:3-Auftaktspiel gegen Union Berlin alle drei Frankfurter Treffer erzielt hatte, blieb in Mainz also draußen – nicht wegen schwacher Leistungen, sondern wegen der taktischen Umstellung, wie Hütter nach der Partie deutlich machte.
Doch der Blick geht bereits über das Derby hinaus. Laut dem SGE-Fanportal sge4ever.de sollen gleich mehrere Frankfurter im Dunstkreis des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp stehen – darunter auch Noel Aseko. Klopp war zuletzt persönlich bei der Eintracht zu Gast, schaute sich das Training an und führte Gespräche mit mehreren Spielern.
Im Mittelpunkt der Nominierungsdiskussion steht dabei Younes Ebnoutalib. Laut übereinstimmenden Berichten von „Bild“ und „Sky“, die sge4ever.de zitiert, soll der 23-jährige Angreifer erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert werden. Klopp soll demnach zuvor persönlich mit ihm gesprochen haben. Auch Jonathan Burkardt soll laut dieser Berichte im ersten DFB-Aufgebot unter dem neuen Bundestrainer stehen.
Besondere Brisanz erhält die Situation rund um Ebnoutalib dadurch, dass er als gebürtiger Frankfurter auch für die marokkanische Nationalmannschaft spielberechtigt ist. Laut sge4ever.de soll sich der marokkanische Verband intensiv um ihn bemüht haben – doch mit Klopps Kontaktaufnahme deutet die Tendenz wohl klar in Richtung DFB.
Was dieser Saisonstart zeigt: Die Eintracht ist wieder eine Mannschaft, die Bundesliga-Gegner fordert und Bundestrainer aufhorchen lässt. Mit Spielern wie Aseko, Ebnoutalib und Burkardt hat Frankfurt auf einmal eine Offensivabteilung, die für echte Qualität steht. Und mit dem zweiten Derby-Sieg in Mainz in der Vereinsgeschichte hat die SGE ein Ausrufezeichen gesetzt, das weit über Frankfurt hinaus gehört wurde.






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