
In Ober-Schmitten startet der Bau eines neuen Fuß- und Radwegs mit Brücke über die Nidda. Das Projekt kostet rund 1,4 Millionen Euro und soll im Frühjahr 2027…
Ein lang gehegter Wunsch wird endlich Wirklichkeit: In Ober-Schmitten haben die Bauarbeiten für einen neuen Fuß- und Radweg offiziell begonnen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich startete ein Projekt, auf das der Ortsbeirat schon seit Jahrzehnten gewartet hat. Der Sound der Weltstadt reicht bis ins Umland – und auch hier in der Region tut sich was!
Im ersten Bauabschnitt entsteht ein rund 280 Meter langer Weg mit einer nutzbaren Breite von 2,50 Metern – plus seitliche Bankette. Das Herzstück des Projekts ist eine neue Brücke über die Nidda: 15,40 Meter lang und drei Meter breit. Sie verbindet Fußgänger und Radfahrer sicher und komfortabel innerhalb des Ortes. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Den Auftrag für diesen ersten Bauabschnitt mit einem Volumen von rund 870.000 Euro hat das Unternehmen Böwingloh & Helfbernd erhalten. Noch nicht Teil dieses ersten Abschnitts sind die Anbindung bis zur Bundesstraße sowie der Ausbau der Bushaltestellen – das kommt in späteren Bauabschnitten.
Die Stadt Nidda rechnet mit Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro – das schließt den zweiten Bauabschnitt und den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen ein. Dazu kommen noch die Kosten für die Erneuerung einer Hauptwasserleitung, die mittels Spülbohrverfahren unter der Nidda verlegt werden soll.
Die gute Nachricht: Ein Großteil der Kosten wird durch Fördergelder gedeckt. Bereits ausgezahlt wurden 55.000 Euro aus dem Hessischen Mobilitätsfördergesetz für die Planungsphase. Für die Umsetzung der Nahmobilitätsmaßnahme liegt außerdem eine Förderzusage von Hessen Mobil über 590.200 Euro vor. Für den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen wurden zusätzlich 165.000 Euro beantragt – die endgültige Bewilligung steht hier allerdings noch aus.
Besonders schön: Die Bürgerinnen und Bürger waren von Anfang an dabei. Das Projekt entstand im Rahmen der Dorf-Akademie „Dorf und du“, bei der die Bevölkerung frühzeitig in die Planung eingebunden wurde. So ein Vorhaben lebt eben von den Menschen, die dort wohnen – und genau das macht es stark.
Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard (CDU) zeigte sich begeistert: „Ich freue mich über diesen weiteren wichtigen Meilenstein für Ober-Schmitten. Mit dem Baubeginn des Ärztehauses, der Sanierung der Moufang-Villa, dem Erweiterungsbau der Jousef-Moufang-Schule und den positiven Perspektiven für das SPO-Gelände nimmt die Entwicklung des Ortes sichtbar Fahrt auf.“
Von der neuen Verbindung profitieren vor allem Schülerinnen und Schüler, die künftig einen sichereren und attraktiveren Schulweg haben. Aber auch alle, die ihre alltäglichen Wege lieber ohne Auto zurücklegen möchten, gewinnen durch diese neue Verkehrsachse. Außerdem stärkt das Projekt das überörtliche Radwegenetz – ein echter Gewinn für die Nahmobilität in der gesamten Region.
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