
Krösche-Aus bei Eintracht Frankfurt: Neue Hintergründe zu Spannungen mit Hellmann, Hütter und der sportlichen Krise bei der SGE im Überblick.
Der Krösche-Knall ist raus, jetzt kommen die Details! Wir haben in einem früheren Beitrag schon berichtet, dass Eintracht Frankfurt seinen Sportvorstand Markus Krösche mit sofortiger Wirkung freigestellt hat. Jetzt gibt’s frisches Futter zu den Hintergründen – und die haben es in sich!
Die mehr als fünfjährige Ära von Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt ist beendet. Der 46-Jährige wurde auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung freigestellt, teilte der hessische Bundesligist mit. Sein noch bis Sommer 2028 laufender Vertrag bestehe aber angepasst fort, wie die Main-Echo berichtet. Der Aufsichtsrat der Eintracht habe diese Entscheidung in einer außerordentlichen Sitzung getroffen.
Krösche selbst gab sich bei seinem letzten Auftritt gewohnt gelassen. Wie die Sportschau berichtet, eilte er nach dem 1:0-Heimsieg gegen Köln wie gewohnt aus der Vorstandsloge in die Mixed Zone und gab dort sein Statement ab – kurz und knapp, bevor er sich mit einem „Tschüss“ verabschiedete. Im Nachhinein war es sein letzter Auftritt in dieser Funktion bei der Eintracht.
Dass sich die Wege trennen, hatte sich laut Sportschau schon seit Wochen, wenn nicht Monaten angedeutet. Spätestens nach der sportlich missglückten Transferphase im Sommer sei diese Einschätzung in den Gremien des Klubs gereift. Auch das Verhältnis zu Vorstandsvorsitzendem Axel Hellmann soll demnach nicht mehr das beste gewesen sein – von hundertprozentigem Vertrauen könne keine Rede mehr sein. Bemerkenswert: In Krösches Abschiedsverkündung kam Hellmann nicht vor.
Auch mit Trainer Adi Hütter habe Krösche nicht immer auf einer Wellenlänge gelegen, auch wenn es laut Sportschau keinen offenen Streit gegeben habe. Die Ansichten über wichtige sportliche Entscheidungen seien aber zunehmend auseinandergegangen. Hinzu kam offenbar ein Kommunikationsproblem: Seit Monaten seien aus unterschiedlichen Richtungen widersprüchliche Informationen an verschiedene Medien durchgesickert – der Klub habe nicht mehr mit einer Stimme gesprochen.
Unbestritten bleiben die sportlichen Verdienste: Europa-League-Sieg, Pokalfinale, Champions-League-Einzug und ein europaweit beachtetes Scoutingsystem gehören zur Krösche-Bilanz, wie die Sportschau festhält. Auf der anderen Seite stehen aber auch deutliche Rückschläge: eine verkorkste Vorsaison, misslungene Transfers – allen voran Elye Wahi – sowie die Verpflichtung von Trainer Albert Riera, der sich als Fehlgriff erwies. Hinzu kam ein öffentlich gewordener Grundstücksdeal in Kroatien, der für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte.
Axel Hellmann übernimmt vorerst die sportlichen Belange, bis ein Nachfolger gefunden ist. Als ernsthafte Kandidaten werden laut Sportschau Christoph Spycher und Joti Chatzialexiou gehandelt. Fest steht: Der neue Mann an der Spitze der sportlichen Leitung tritt ein schweres Erbe an – das beste Programm im Main-Gebiet bleibt dabei natürlich am Ball und hält euch auf dem Laufenden!
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