
Zur Frankfurter Buchmesse 2026 zeigt das Museum Giersch Johannes Heisigs neue Werke im Dialog mit Wolfgang Hilbigs Literatur. Jetzt alle Infos entdecken!
Passend zur Frankfurter Buchmesse 2026 zeigt das Museum Giersch der Goethe-Universität eine Ausstellung, die es so in Frankfurt noch nicht gab: Maler Johannes Heisig trifft auf die Texte von Wolfgang Hilbig. Der Sound der Weltstadt ist eben nicht nur Musik – auch Kunst und Literatur gehören zu Frankfurt dazu! Unter dem Titel „Einst war ich älter. Johannes Heisig im Dialog mit Wolfgang Hilbig“ öffnet die Schau am Schaumainkai 83 ihre Türen.
Johannes Heisig, Jahrgang 1953, und der 2007 verstorbene Schriftsteller Wolfgang Hilbig sind sich zu Lebzeiten nie persönlich begegnet. Trotzdem verbindet die beiden mehr, als man denkt: Beide wurden durch die DDR und die deutsch-deutsche Geschichte geprägt. Fragen nach Herkunft, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel ziehen sich durch ihr komplettes Schaffen – bei Hilbig in Form von Literatur, bei Heisig als Bildsprache.
Wichtig dabei: Heisig illustriert Hilbigs Texte nicht einfach nur. Er entwickelt aus den literarischen Themen und Stimmungen eine ganz eigene künstlerische Antwort. Literatur und Malerei begegnen sich hier auf Augenhöhe.
Nach Angaben des Veranstalterportals rausgegangen.de entsteht die Ausstellung anlässlich des 85. Geburtstags von Wolfgang Hilbig. Im Zentrum stehen elf neue Werke, die Heisig eigens im Jahr 2026 für dieses Projekt geschaffen hat und die hier zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden. Die künstlerische Auseinandersetzung Heisigs mit Hilbigs Werk reicht dabei schon mehr als drei Jahrzehnte zurück.
Neben den neuen Arbeiten präsentiert das Museum bekannte Werkgruppen Heisigs sowie Bücher, dokumentarisches Material und Audio- sowie Filmaufnahmen. So entstehen zusätzliche Blickwinkel auf das Zusammenspiel von bildender Kunst und Literatur.
Da die Ausstellung im direkten zeitlichen Umfeld der Frankfurter Buchmesse läuft, gibt es laut Museum Giersch ein umfangreiches Begleitprogramm. Die Vernissage fand am 1. Oktober statt, ab 18 Uhr war das Museum geöffnet, um 19 Uhr folgten Grußworte und eine Einführung in die Ausstellung durch Ina Neddermeyer, Direktorin des MGGU, Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, Elke Mohr von DIE GALERIE sowie Kuratorin Susanne Wartenberg.
Die Ausstellung läuft bis zum 18. Oktober 2026. An den meisten Tagen ist das Museum von 10 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags sogar bis 20 Uhr. Das Besondere: Beim Eintritt gilt laut rausgegangen.de das Prinzip „Bezahl so viel du magst“ – statt eines festen Preises entscheidet ihr selbst, was euch der Besuch wert ist.
Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s eben nicht nur im Radio, sondern auch in den Museen direkt am Mainufer. Wer sich für die Verbindung von DDR-Geschichte, Erinnerungskultur und moderner Malerei interessiert, findet hier einen echten Geheimtipp zur Buchmesse-Zeit.






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