
Malaria-Fälle in Frankfurt: Das Gesundheitsamt ruft zu Mückenschutz auf. Wir zeigen euch die Fakten zu den Infektionen und wie ihr euch schützen könnt.
Weg von Playlists und Partys, hin zu einem Thema, das viele von euch gerade wirklich umtreibt: die Malaria-Fälle in unserer Stadt. Das Frankfurter Gesundheitsamt ruft die Bevölkerung zu Mückenschutz auf, und wir erklären euch, was ihr wissen müsst. Euer Radio Frankfurt bleibt für euch am Ball – mit den Fakten, die zählen.
Nach Angaben des Gesundheitsamts gab es zwei neue Erkrankungen bei Anwohnern aus Schwanheim, einem Stadtteil nahe des Frankfurter Flughafens. Beide befinden sich in stationärer Behandlung. Man geht davon aus, dass eine Mücke die Infektion übertragen hat, die mit einem Flugzeug nach Frankfurt eingeschleppt wurde. Schon im Sommer waren sechs Mitarbeiter des Flughafens an der sogenannten Flughafen-Malaria erkrankt, zwei von ihnen sind gestorben.
Das Gesundheitsamt lässt jetzt genauer untersuchen, ob es einen Zusammenhang zwischen den neuen Fällen und den vorherigen sechs Erkrankungen gibt. Zusätzlich wurde das Mücken-Monitoring der Behörde auf Schwanheim ausgeweitet, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Das Gesundheitsamt rät ganz klar: Mückenschutz ist angesagt! Das heißt konkret – Repellentien verwenden, also Sprays mit Duftstoffen, die Mücken fernhalten, und auf bedeckende Kleidung setzen. Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, kann sich Fliegengitter für die Wohnung besorgen. Das minimiert das Risiko eines Stichs noch weiter.
Gleichzeitig macht das Gesundheitsamt aber auch klar: Die Gefahr für die breite Bevölkerung in Frankfurt bleibt sehr gering. Die klimatischen Bedingungen hierzulande sind für den kompletten Zyklus von Mücke und Erreger einfach ungünstig. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind Fälle von Flughafen-Malaria – also Infektionen durch eingeschleppte Mücken – in Deutschland generell sehr selten.
Das Frankfurter Gesundheitsamt ruft nicht nur euch, sondern auch Ärztinnen und Ärzte in der Stadt dazu auf, bei entsprechenden Symptomen an Flughafen-Malaria zu denken. Das ist wichtig, damit im Ernstfall schnell und richtig reagiert werden kann.
Und hier kommt ein spannender Nebenaspekt ins Spiel, den die FAZ in ihrem Wetterrückblick für Frankfurt aufgegriffen hat: Der vergangene September war mit 18 Grad einer der wärmsten seit Messbeginn 1935 – Platz sechs im Ranking. Gleichzeitig gab es aber auch etwas, das den Mücken so gar nicht schmeckt: Kälte. In Bodennähe wurden im September tatsächlich fast Frosttemperaturen gemessen, nämlich 0,0 Grad. Das letzte Mal gab es solche Minuswerte in dieser Kategorie im September 2022.
Das zeigt: Auch wenn der Sommer und der September heiß und trocken waren – mit nur 20 Millimeter Niederschlag statt der üblichen 48,3 Millimeter – können kühle Nächte den Überträgermücken durchaus zusetzen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer in einer ansonsten ernsten Lage.
Die Botschaft ist klar: Ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen! Schützt euch mit Spray und langer Kleidung, haltet die Augen offen und vertraut den Behörden, die die Lage weiter genau beobachten. Radio Frankfurt hält euch auf dem Laufenden – versprochen!
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