
Die Mainspiele am Sachsenhäuser Mainufer gehen 2026 in ihre 32. Auflage – doch finanzielle Sorgen bedrohen den Frankfurter Ferienklassiker für die Zukunft.
Seit über drei Jahrzehnten ist es für tausende Kinder aus Frankfurt und der ganzen Region ein echtes Highlight: die Mainspiele am Sachsenhäuser Mainufer. Zwischen dem Eisernen Steg und der Untermainbrücke verwandelt sich das Ufer jeden Sommer in ein riesiges Erlebnisareal – und das täglich von 11 bis 19 Uhr. Am 29. Juni 2026 startete die Ferienaktion in ihre 32. Auflage. Doch genau diese könnte die letzte sein. Denn hinter den Kulissen kämpft der Trägerverein ums Überleben der traditionsreichen Veranstaltung.
Hinter den Mainspielen steckt der Verein Abenteuerspielplatz Riederwald e. V., der im Jahr 2024 stolze 50 Jahre seines Bestehens feierte. Im selben Jahr blickte er auf eine 30-jährige Tradition der „Mainspiele“ und „Opernspiele“ zurück. Was einst als regionales Ferienprojekt für Frankfurter Kinder startete, hat sich längst zu einer Großveranstaltung mit überregionalem Einzugsgebiet entwickelt. Heute reisen Familien aus Regionen zwischen Mainz und Würzburg sowie zwischen Gießen und Heidelberg an – der Sound der Weltstadt Frankfurt zieht eben weit über die Stadtgrenzen hinaus!
Kein Wunder, denn das Angebot kann sich sehen lassen: 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich vor Ort um die kleinen Gäste im Alter von 1 bis 14 Jahren. Hüpfburgen, ein Bungee-Trampolin, Kistenklettern, Sandkästen, eine Rollrutsche, eine Speedbahn, Holzarbeiten und T-Shirt-Druck – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar ein Kinderhafenfeuerwehrboot liegt an der Kaimauer bereit, und drei Holzpferde vom Abenteuerspielplatz Günthersburgpark wurden eigens für die Aktion nach Sachsenhausen gebracht. Klingt nach dem perfekten Sommerferientag, oder?
So schön das Bild am Mainufer auch ist – hinter den Kulissen sieht es düster aus. Die Gesamtkosten für die Durchführung der Mainspiele sind auf 220.000 Euro angewachsen. Eine gewaltige Summe für einen gemeinnützigen Verein. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich an diesen Kosten – allerdings offenbar nicht in dem Maß, das für eine langfristige Absicherung der Veranstaltung nötig wäre. Konkrete Zahlen zur städtischen Förderung wurden in der Quelle leider nicht vollständig übermittelt, doch klar ist: Die finanzielle Lücke ist real und sie ist groß.
Wenn sich hier nichts ändert, könnten die Mainspiele 2027 Geschichte sein. Das wäre nicht nur ein Verlust für die Kinder, die jedes Jahr sehnsüchtig auf die Ferienaktion warten – es wäre auch ein Verlust für Frankfurt als Stadt, die Kultur und Gemeinschaft großschreibt.
Die Mainspiele sind mehr als nur ein Spielangebot. Sie sind ein Stück Frankfurter Identität, ein Treffpunkt für Familien aus der ganzen Region und ein Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement und professionelle Arbeit Hand in Hand gehen können. 32 Jahre lang hat der Abenteuerspielplatz Riederwald e. V. bewiesen, dass er diese Veranstaltung stemmen kann – mit Herzblut, Know-how und einem Team, das für die Kinder da ist.
Jetzt braucht es ein klares Bekenntnis der Stadt Frankfurt und von Sponsoren aus der Region, damit der Ferienklassiker am Mainufer auch 2027 und darüber hinaus stattfinden kann. Denn eins ist sicher: Tausende Kinder zwischen Mainz und Würzburg zählen schon heute die Tage bis zur nächsten Auflage. Lasst uns dafür sorgen, dass sie nicht umsonst warten!






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