
Frankfurt debattiert über eine Leerstand-Satzung: Was der Antrag im Römer bedeutet und wie Beschäftigung und Kaufkraft in der Stadt weiter wachsen.
Der Sound der Weltstadt kennt viele Themen – und eines davon liegt jetzt auf dem Tisch der Frankfurter Stadtverordneten: Wohnungsleerstand. Wie aus dem Amtsblatt für Frankfurt am Main hervorgeht, steht bei der 5. öffentlichen Plenarsitzung der Stadtverordnetenversammlung am 1. Oktober 2026 im Rathaus Römer ein Antrag der Partei BSW zur Abstimmung, der eine „Satzung gegen Wohnungsleerstand in Frankfurt am Main“ beschließen soll. Der Antrag wurde am 31. August 2026 eingebracht und ist auf der Tagesordnung II unter der Nummer NR 52 gelistet.
Eure Stadt, euer Thema – und ein Antrag, der zeigt: Wohnraum ist in Frankfurt weiterhin ein heißes Eisen. Wer die Sitzung live mitverfolgen wollte, konnte das laut Amtsblatt im Live-Videostream auf frankfurt.de tun, alternativ mit Einlasskarte direkt im Plenarsaal am Römerberg.
Der Leerstand-Antrag ist dabei nicht das einzige Thema rund ums Wohnen, das auf der Tagesordnung stand. Laut Amtsblatt wurde unter TOP 14 der Tagesordnung II auch ein Antrag der Linken behandelt, der unter dem Titel „Leerstand beenden – Pilotprojekt ‚Stadtteilküche‘ im Riederwald endlich Realität werden lassen“ eingebracht wurde. Zusätzlich stand mit TOP 15 ein Antrag zu den VBL-Wohnungen in Frankfurt zur Abstimmung, der laut Amtsblatt eine „Privatisierung stoppen und verbindliche Sozialcharta einführen“ fordert. Das Thema Wohnen zieht sich also durch mehrere Anträge der gleichen Sitzung – ein Zeichen dafür, dass der Wohnungsmarkt die Frankfurter Kommunalpolitik intensiv beschäftigt.
Während im Römer über Wohnraum diskutiert wird, zeigt der Immobilienmarktbericht Ruhr H1 2026 der Business Metropole Ruhr GmbH, in welchem wirtschaftlichen Umfeld sich Frankfurt gerade bewegt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Frankfurt legte laut Bericht von 2022 bis zur Prognose für 2026 kontinuierlich zu – von rund 616.300 auf voraussichtlich 654.400 Beschäftigte, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Kaufkraft pro Einwohner steigt in Frankfurt demnach weiter, für 2026 wird ein Wert von 35.072 Euro erwartet, ein Zuwachs von 3,2 Prozent. Die Bruttowertschöpfung der Stadt wuchs laut Bericht von 81,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf prognostizierte 89,9 Milliarden Euro im Jahr 2026.
Diese Zahlen zeigen: Frankfurt bleibt wirtschaftlich attraktiv – und genau das dürfte auch den Druck auf den Wohnungsmarkt hochhalten. Mehr Beschäftigte, mehr Kaufkraft, mehr Nachfrage nach Wohnraum in der Main-Metropole.
Ob die Leerstand-Satzung tatsächlich beschlossen wird, entscheidet sich erst mit dem Abstimmungsergebnis der Sitzung. Das beste Programm im Main-Gebiet bleibt bei diesem Thema am Ball – schließlich betrifft die Frage, wie Frankfurt mit leerstehendem Wohnraum umgeht, direkt euren Alltag in der Stadt. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten aus dem Römer gibt.






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