
Kulturcampus Bockenheim: Die ABG übernimmt 2027 die Uni-Flächen. Wir zeigen, wie Wohnen, Kultur und neue Quartiere auf 16,7 Hektar entstehen.
Frankfurt baut um – und zwar mittenrein ins Herz von Bockenheim und Westend! Der Kulturcampus Bockenheim ist eines der spannendsten Stadtentwicklungsprojekte unserer Stadt. Nach dem Umzug der Goethe-Universität auf die Standorte Campus Westend und Campus Riedberg wurde das alte Unigelände frei – und daraus entsteht jetzt ein echter Stadtbaustein für Kultur, Bildung, Arbeit und Wohnen.
Laut Stadtplanungsamt Frankfurt umfasst das Planungsgebiet rund 16,7 Hektar und liegt innenstadtnah zwischen Senckenberganlage, Zeppelinallee, Sophienstraße und Georg-Voigt-Straße. Die Fläche wird seit dem schrittweisen Uni-Umzug ab den 2010er-Jahren Schritt für Schritt transformiert – eine Mammutaufgabe, bei der städtebauliche, denkmalpflegerische und funktionale Rahmenbedingungen unter einen Hut gebracht werden müssen.
Das Stadtplanungsamt Frankfurt beschreibt das Konzept klar: Statt des ursprünglich geplanten kompletten Abrisses setzt man inzwischen auf bestandsorientierte Transformation. Heißt: Vorhandene Gebäude bleiben, wo möglich, erhalten und werden optimiert, während gleichzeitig neue Bauten entstehen. So bleibt die Geschichte des Ortes sichtbar – und wird mit frischen Nutzungen kombiniert.
Schon heute pulsiert das Areal: Das Bockenheimer Depot, das Senckenberg Naturmuseum, das Tibethaus und das Studierendenhaus sind feste Größen. Dazu kommen Zwischennutzungen wie das Interim der Schirn Kunsthalle und das 2og:dondorf in der Dondorf Druckerei. Der Kulturcampus Open Air und Aktivitäten des Offenen Haus der Kulturen e. V. sorgen laut Stadtplanungsamt schon jetzt für Austausch und Begegnung auf dem Gelände.
Nach Angaben des Stadtplanungsamts Frankfurt plant die Goethe-Universität, ihre Liegenschaften Ende 2027 aufzugeben und die Flächen an die ABG zu übergeben. Nur die Flächen für die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bleiben im Besitz des Landes Hessen. Auf Basis des Bebauungsplans „Senckenberganlage / Bockenheimer Warte“ sollen 2028 voraussichtlich die ersten Baumaßnahmen auf den dann frei werdenden Flächen starten.
Bereits realisiert wurden auf dem ehemaligen AfE-Areal spektakuläre Bauprojekte: das 140 Meter hohe Hybridhochhaus ONEFORTYWEST sowie der 99 Meter hohe „Senckenberg Turm“. Auch das Philosophicum wurde vom Hochschulgebäude zu einem Studierendenwohnheim mit Kindertagesstätte umgebaut. Im Baufeld Nord entstanden rund 200 Wohneinheiten, ergänzt um Einzelhandel und Café-Nutzungen entlang der Gräfstraße und am Carlo-Schmid-Platz.
Die Basis für die gesamte Planung bildet laut Stadtplanungsamt ein umfassender Bürgerbeteiligungsprozess – schon 2011 und 2012 fanden dazu Planungswerkstätten statt. Das Projekt versteht sich als kooperativ angelegt, mit offenen Formaten und niedrigschwelliger Beteiligung. Ziel ist ein lebendiges Quartier, das eng mit dem Stadtteil Bockenheim verwoben bleibt und als Bindeglied zum Westend wirkt.
Fest steht: Der Kulturcampus Bockenheim bleibt eins der wichtigsten Zukunftsprojekte für unsere Stadt – und die ABG hält dabei die Fäden für die Wohnungspolitik der kommenden Jahre in der Hand. Wir bleiben für euch dran!






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