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Konsti-Kunstwerk: Zwei Millionen Euro – und Frankfurt diskutiert weiter!

Die Netzskulptur „A Sky Full of Hope“ über der Konstablerwache kostet zwei Millionen Euro – und Frankfurt diskutiert heftig über Sinn, Kosten und…

Redaktion
·
5. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Die Netz-Skulptur über der Konstablerwache: Ein Kunstwerk voller Zündstoff

Das Gespräch ist noch lange nicht beendet! Wie wir bereits in unserem früheren Beitrag berichtet haben, sorgt die Netzskulptur „A Sky Full of Hope“ über der Konstablerwache für heiße Diskussionen in Frankfurt. Jetzt liegen neue Stimmen aus der Stadt vor – und die zeigen: Das Meinungsbild ist eindeutiger als gedacht.

Zur Erinnerung: Die monumentale Installation stammt von der US-amerikanischen Künstlerin Janet Echelman. Die Skulptur ist über 25 Meter lang, aus schillernden Hightech-Fäden geknüpft und soll die Vernetzung des Menschen mit dem Rhythmus des Planeten erforschen. Das Kunstwerk symbolisiert unter anderem die kulturelle Vielfalt Frankfurts – eine Stadt, in der Menschen aus 178 Nationen zu Hause sind. Ähnliche Skulpturen von Echelman hängen bereits in New York, London und Dubai. Die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeister Mike Josef ist für Mitte August 2026 geplant, das Kunstwerk soll bis 2029 zu sehen sein.

Die Kosten: Zwei Millionen Euro – und das trifft einen Nerv

Was die Diskussion gerade neu befeuert: Die Gesamtkosten der Installation belaufen sich auf gut zwei Millionen Euro. Und genau diese Zahl lässt viele Frankfurterinnen und Frankfurter nicht kalt. Finanziert wurde das Projekt über ein Budget, das ursprünglich für die Stadtbeleuchtung vorgesehen war – aber das reicht vielen nicht als Erklärung.

Passant Sean, der seit 40 Jahren in Frankfurt lebt, bringt es auf den Punkt: „Das ist doch reine Steuergeldverschwendung. Es gibt in dieser Stadt so viele Probleme in der Infrastruktur wie die kaputten Schulen. Noch dazu kommt die hohe Kinder- und Altersarmut. Diese zwei Millionen wären überall besser investiert gewesen.“ Ähnlich sieht es Angela Kalbitz: „Das Geld wäre deutlich besser in Schulen investiert und auch um die hohe Obdachlosigkeit könnte sich die Stadt deutlich besser kümmern.“ Und dann – mit einem Augenzwinkern – fügt sie hinzu: „Im Gegensatz zu den Schulen muss die Konsti ja wohl nicht überdacht sein.“

Fehlender Frankfurt-Bezug: Was soll das mit uns zu tun haben?

Neben den Kosten treibt viele Passanten eine weitere Frage um: Was hat dieses Kunstwerk eigentlich mit Frankfurt zu tun? Passant Hubert Gloss spricht aus, was viele denken: „Als Frankfurter hätte ich mir mehr Kunst gewünscht, die tatsächlich etwas mit Frankfurt zu tun hat. Das sieht für mich mehr aus wie ein Fischernetz, dazu kann ich einfach keinen Bezug herstellen.“ Er ergänzt nachdenklich: „Ich glaube, die Frankfurter wünschen sich Kunst, mit der man sich tatsächlich identifizieren kann.“

Dabei ist die künstlerische Idee hinter dem Werk durchaus ambitioniert: Die Skulptur soll auf ihren jeweiligen Standort reagieren und Farbkonzepte mit Bezug zum Ort mit Nachhaltigkeit und globaler Verbundenheit verknüpfen. Ob das in Frankfurt wirklich spürbar wird, werden die nächsten Wochen nach der Eröffnung zeigen.

Nicht alle sind skeptisch – die Vorfreude wächst

Es gibt aber auch positive Stimmen! Passantin Anneli hält sich noch bedeckt, ist aber neugierig: „Ich will erst mal abwarten, wie das aussieht, wenn es denn fertig ist. Aber das, was ich im Fernsehen gesehen habe, sah schon wirklich beeindruckend aus.“ Und Mohammad Abaira aus Niederrad freut sich auf die Eröffnung und findet es schön, dass mitten auf der Konstablerwache ein so großes Kunstwerk seinen Platz findet.

Baustelle weg, Meinung offen – das große Warten beginnt

Ein Faktor, der die Stimmung aktuell sicher mitbeeinflusst: Die Sperrung des Platzes und die Verlagerung des Marktgeschehens im Juli auf die Hauptwache und den Roßmarkt haben viele Frankfurterinnen und Frankfurter genervt. Ob sich das Bild nach der Eröffnung dreht, wenn die Skulptur in vollem Glanz erstrahlt und der Alltag auf der Konsti zurückkehrt, bleibt abzuwarten.

Wird „A Sky Full of Hope“ am Ende nicht nur Touristen begeistern, sondern auch die Menschen, die hier täglich vorbeikommen? Oder bleibt das Kunstwerk für zwei Millionen Euro ein teures Gesprächsthema? Schreibt uns eure Meinung – wir sind gespannt! Und: Jetzt reinhören bei Radio Frankfurt, dem Sound der Weltstadt!

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