
Kohlenmonoxid-Alarm in Frankfurt-Höchst: Zehn Bewohner wurden evakuiert, nachdem ein Leck an einer Gastherme das giftige Gas im ganzen Haus verteilt hatte.
Schreck in der Nacht: Gestern Abend ist in einem Mehrfamilienhaus in Frankfurt-Höchst Kohlenmonoxid ausgetreten – das unsichtbare, geruchlose Gas, das im schlimmsten Fall tödlich sein kann. Eine Bewohnerin schlug Alarm, weil sie unter starken Kopfschmerzen litt. Genau das richtige Signal, um sofort zu handeln!
Als die Einsatzkräfte die Wohnung betraten, schlugen ihre CO-Melder sofort an. Laut Feuerwehr hatte sich das giftige Gas bereits im gesamten Haus verteilt. Ein ernster Einsatz – mitten im Wohnalltag unserer Stadt.
Die Feuerwehr handelte zügig: Insgesamt zehn Bewohnerinnen und Bewohner wurden nach draußen gebracht. Mindestens eine Person musste vom Rettungswagen behandelt werden. Anschließend wurde das Haus gründlich gelüftet, damit das gefährliche Gas entweichen konnte.
Die Ursache? Ein Schornsteinfeger fand sie beim anschließenden Prüfen: ein Leck an der Gastherme. Ein technischer Defekt mit potenziell lebensgefährlichen Folgen. Gut, dass die betroffene Bewohnerin ihre Symptome ernst nahm und sofort den Rettungsdienst rief. Nach Abschluss des Einsatzes konnten alle Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Der Dienstag startete nicht nur mit diesem Einsatz turbulent. Auch im Frankfurter S-Bahn-Tunnel gab es Probleme: Eine technische Störung sorgte für Verspätungen und Ausfälle auf acht von neun S-Bahn-Linien – konkret betroffen waren die Linien S1, S2, S3, S4, S5, S6, S8 und S9. Wer heute Morgen mit der S-Bahn unterwegs war, brauchte also vor allem eines: Geduld.
Und auch abseits von Frankfurt bewegte Hessen einiges: Nach dem AfD-Wahlsieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gingen gestern Abend in mehreren hessischen Städten Menschen auf die Straße. In Darmstadt demonstrierten laut Polizei zwischen 400 und 500 Menschen, in Kassel rund 80. Weitere Demos und Mahnwachen fanden unter anderem in Fuldatal, Ehringshausen und Witzenhausen statt.
Der Vorfall in Frankfurt-Höchst ist eine deutliche Erinnerung daran, wie wichtig CO-Melder im Haushalt sind. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos – ohne technische Hilfsmittel gibt es kaum eine Möglichkeit, das Gas rechtzeitig zu bemerken. Typische Warnsignale sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit – genau wie bei der Bewohnerin in Höchst, die ihren Körper ernst nahm und damit möglicherweise Schlimmeres verhindert hat.
Regelmäßige Wartung von Gasthermen und Heizungsanlagen ist Pflicht – nicht nur gesetzlich, sondern auch zum Schutz aller, die im Haus leben. Der Schornsteinfeger entdeckte in Frankfurt-Höchst das Leck genau bei einer solchen Prüfung nach dem Einsatz. Ein weiterer Beweis: Kontrollen retten Leben.






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