
Jeremiaha Maluze feierte sein Bundesliga-Debüt für Eintracht Frankfurt – und das nach einem Weg von der Hessenliga bis in die Startelf.
Den 29. August 2026 wird Jeremiaha Maluze so schnell nicht vergessen. Am Morgen verkündete der 21-Jährige in einem Video auf den Sozialen Medien seine Vertragsverlängerung bei Eintracht Frankfurt bis 2031 – und am Nachmittag stand er zum ersten Mal in der Bundesliga-Startelf. Erster Spieltag, samstags 15.30 Uhr, gegen Union Berlin: Herzlich Willkommen im deutschen Profifußball, Jeremiaha Maluze! Der Sound der Weltstadt trägt jetzt auch deinen Namen.
Und das Beste daran? Es sind gerade mal drei Monate her, da kickte Maluze noch in der Hessenliga. Mit der U21 der Eintracht stieg er in die Regionalliga auf – und überzeugte dabei so sehr, dass er sich einen Platz im Trainingslager der Profis verdiente. „Die beste Zeit meines Lebens“, schwärmte er im vereinseigenen Podcast. Kann man verstehen!
Maluzes Karriere verlief alles andere als geradlinig. In der Jugend spielte er für den MSV Duisburg, KFC Uerdingen und RW Oberhausen, aber auch bei kleineren Klubs wie Croatia Mühlheim oder SG Unterrath. Mit 18 ging er in die Oberliga – zum SV Straelen und zum Mühlheimer FC. Ein Jahr später folgte der Wechsel in die Regionalliga zu RW Erfurt, wo er mit 19 Jahren Stammspieler und Leistungsträger wurde.
30 Regionalligaspiele, vier Tore und sieben Assists – das war genug, um die Eintracht auf den 1,93 Meter großen Innenverteidiger aufmerksam zu machen. Sportdirektor Timmo Hardung schwärmte von einem „hochveranlagten“ Spieler mit „sehr gutem Spielverständnis und einer starken Physis“. Das Ziel war klar: Über die U21 perspektivisch den Schritt in den Profibereich ebnen – was dann deutlich schneller klappte als gedacht!
Gegen Union Berlin lieferte Maluze direkt einen starken Auftritt ab. 13 von 14 Kopfballduellen gewann er – eine beeindruckende Bilanz für einen Bundesliga-Debütanten. Trainer Adi Hütter schätzt außerdem sein modernes Verständnis von Defensivarbeit. Im Podcast berichtete Maluze über ein Gespräch mit Hütter: „Er meinte, dass ich immer versuche, nach vorne zu verteidigen, was eigentlich sehr gut ist. Ich muss nur das Gefühl finden, auch mal hinter dem Mann zu bleiben.“
Interessant ist auch sein taktisches Profil: Bei RW Erfurt spielte ihn sein damaliger Trainer Fabian Gerbert kurzerhand auf die Sechs – und Maluze machte seine Sache so gut, dass er die ganze Saison dort blieb. Eine wertvolle Schule, die ihm heute zugute kommt. Auch Hütter lobte in der Vorbereitung ausdrücklich seine Chipbälle.
So schön das Debüt auch war – der Fußball ist bekanntermaßen schnelllebig. Nach dem Union-Spiel holte die Eintracht mit Lilian Brassier einen designierten Stammspieler genau für Maluzes Position. Gut möglich also, dass er beim Heimspiel gegen Augsburg erst einmal auf der Bank Platz nehmen muss. Aber wer seinen Weg kennt – von der Hessenliga über Erfurt bis in die Bundesliga-Startelf – der weiß: Jeremiaha Maluze lässt sich davon sicher nicht entmutigen. Das beste Programm im Main-Gebiet begleitet ihn auf jedem Schritt!






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