
Die Inflation in Deutschland steigt auf 2,9 % – und auch Bau- sowie Immobilienpreise ziehen weiter an. Was das für euren Geldbeutel bedeutet, erfahrt ihr hier.
Liebe Frankfurter, aufgepasst: Die Inflation in Deutschland zieht wieder an! Nachdem die Teuerung 2025 noch bei moderaten 2,3 % lag, ist sie im August 2026 auf 2,9 % gestiegen. Das zeigen die aktuellen Zahlen aus dem Capital Market Compass von BDO, der sich auf die Daten des Statistischen Bundesamts stützt. Nach dem historischen Höchststand 2022 und dem spürbaren Rückgang in den Jahren danach ist das jetzt ein ordentlicher Ausschlag nach oben. Wir sagen euch, was hinter den Zahlen steckt!
Die steigende Inflation ist nicht das einzige Signal am Kapitalmarkt. Laut BDO stieg im August 2026 auch die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen um 12 Basispunkte auf 3,32 %. Der sogenannte risikolose Basiszinssatz, der für Unternehmensbewertungen eine wichtige Rolle spielt, lag zum 31. August 2026 bei 3,85 % als Stichtagswert. Das zeigt: Die Zinsen bleiben hoch, und das hat Auswirkungen auf so ziemlich alles – von der Baufinanzierung bis zur Unternehmensfinanzierung. BDO betont, dass diese Entwicklung die anhaltende Bedeutung von Zins- und Fiskalpolitik für die Kapitalmärkte widerspiegelt.
Was viele von euch besonders trifft: die Preise rund ums Wohnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Baupreisindex für Wohngebäude aktuell um 5,0 % gestiegen. Zwischen 2010 und 2025 haben sich die Preise für Wohngebäude sogar um 89 % erhöht – während die allgemeine Inflation im gleichen Zeitraum nur um 38 % zulegte. Bauen ist also überproportional teurer geworden!
Auch beim Immobilienkauf tut sich was: Der Häuserpreisindex zeigt für das 2. Quartal 2026 ein Plus von 0,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal, gegenüber dem ersten Quartal 2026 ging es um 0,3 % nach oben. Wer selbst genutztes Wohneigentum kaufen will, muss laut Statistischem Bundesamt mit einer Preissteigerung von rund 90 % seit 2010 rechnen – da ist ordentlich Musik drin, und zwar nicht die schöne Sorte!
Die Zahlen sind bundesweit erhoben, aber sie treffen natürlich auch uns in Frankfurt und der Region. Steigende Baupreise, ein anziehender Häusermarkt und eine Inflation, die wieder Fahrt aufnimmt – das spürt jeder von euch im Portemonnaie. Ob beim Wocheneinkauf, bei der Miete oder beim Traum vom Eigenheim: Die Zeiten der Entspannung scheinen erstmal vorbei zu sein.
BDO weist außerdem darauf hin, dass die Marktrisikoprämie für Bewertungsstichtage ab dem 1. September 2026 bei 5,25 % liegt – das ist der untere Rand des vom IDW FAUB empfohlenen Korridors von 5,25 % bis 6,75 %. Für Otto Normalverbraucher klingt das erstmal trocken, zeigt aber: Auch die Profis rechnen mit einer angespannten, aber nicht außer Kontrolle geratenen Lage.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nach der Verschnaufpause 2023 bis 2025 zieht die Teuerung wieder an, und auch die Bau- und Immobilienpreise bleiben auf hohem Niveau. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, wie sich die Preise in unserer Region weiterentwickeln. Der Sound der Weltstadt bringt euch nicht nur die beste Musik, sondern auch die Fakten, die euch wirklich betreffen!






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