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Illegale Autowerkstätten im Landschaftsschutzgebiet: Frankfurter Ordnungsamt greift durch

In Frankfurt-Höchst hat das Ordnungsamt illegale Autowerkstätten im Landschaftsschutzgebiet entdeckt.

Redaktion
·
1. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Tagen

Schrauben mitten im Grünen – das Ordnungsamt schlägt Alarm

Frankfurt liebt sein Grün – rund 45 Prozent des gesamten Stadtgebiets stehen unter Landschaftsschutz. Doch in Frankfurt-Höchst passiert gerade genau das, was dort nicht passieren darf: An der Palleske-/Holzlachstraße, mitten im Landschaftsschutzgebiet Zone I, wird offenbar illegal an Autos und Kleinbussen geschraubt. Die Stadtpolizei des Frankfurter Ordnungsamts hat auf zwei Grundstücken Hinweise auf illegale Kfz-Betriebe gefunden – und das ist erst der Anfang der Geschichte.

18 nicht zugelassene Fahrzeuge sichergestellt

Alles begann mit Bürgerbeschwerden. Anwohner hatten sich über haufenweise nicht zugelassene Schrottautos auf dem Parkplatz der Integrierten Gesamtschule (IGS) 15 und am Straßenrand der Holzlachstraße beschwert. Das Ordnungsamt wurde aktiv und kontrollierte das Gelände am 9. Juli. Das Ergebnis war eindeutig: Insgesamt 18 nicht zugelassene Fahrzeuge wurden festgestellt – verteilt auf den Schulparkplatz und zwei verdächtige Grundstücke in unmittelbarer Nähe.

Auf dem Schulparkplatz allein standen sieben nicht zugelassene Autos. Entstempelte Kennzeichenschilder wurden sichergestellt, weitere Kennzeichen vor Ort entstempelt. Auf einem der Grundstücke entdeckten die Stadtpolizisten zusätzlich neun nicht zugelassene Fahrzeuge sowie ein Auto mit abgelaufenem HU-Stempel – auch hier war der Versicherungsschutz längst erloschen. In allen Fällen wurden Verkehrsstrafanzeigen geschrieben und die Zulassungsstelle sowie das Straßenverkehrsamt informiert.

Besonders brisant: Ist an diesen Fahrzeugen etwas undicht, können Öl oder Sprit direkt in den Mutterboden tropfen – mitten in einem Gebiet, das eigentlich als stadtnaher Erholungsraum geschützt ist.

Betriebe im Urlaub – aber das Ordnungsamt bleibt dran

Als die Kontrolleure diese Woche erneut vorbeischauten, war von den illegalen Betrieben nichts zu sehen: Tore zu, Garagen dicht, kein Mensch anzutreffen. Laut Ordnungsamts-Sprecherin Ulrike Wiedenfels sollen die Betriebsinhaber für mindestens einen Monat in Betriebsurlaub sein. Doch die Stadtpolizei gibt keine Ruhe: „Die Stadtpolizei wird der Sache weiter nachgehen, sobald die Betriebe wieder geöffnet sind“, betont Wiedenfels.

Noch ein dritter Fall: Taxi-Werkstatt entdeckt

Der Kontrollgang brachte noch eine weitere Überraschung. Unweit der beiden verdächtigen Schrauber-Gelände stießen die Stadtpolizisten auf ein Areal, das von einem Taxiunternehmer genutzt wird – inklusive Reparaturarbeiten an Taxen. Zwar ist laut Wiedenfels keine Eintragung in die Handwerksrolle nötig, da es sich um einen „handwerklichen Nebenbetrieb“ handelt. Doch das ändert nichts an einem entscheidenden Punkt: Auch dieser Betrieb ist im Landschaftsschutzgebiet schlicht nicht erlaubt. Das Ordnungsamt hat die zuständigen Stellen informiert.

Was das Landschaftsschutzgebiet wirklich bedeutet

Zum Landschaftsschutzgebiet Zone I – in dem sich die fraglichen Grundstücke befinden – gehören öffentliche Grünanlagen wie der Höchster Stadtpark, Kleingärten, Sportplätze oder privates Grabeland. Autowerkstätten haben dort definitiv nichts zu suchen. Zone II geht noch einen Schritt weiter und schützt unbebaute freie Landschaft mit Wiesen, Ackerflächen, Auenbereichen und Waldflächen unter noch strengeren naturschützerischen Vorgaben.

Dass fast die Hälfte Frankfurts unter diesem Schutz steht, ist ein echtes Pfund – und genau deshalb ist es so wichtig, dass das Ordnungsamt hier konsequent handelt. Der Sound der Weltstadt Frankfurt klingt nach Natur, Grün und sauberen Böden – nicht nach Motoröl und Schrottkennzeichen.

Wir bleiben für euch am Ball und berichten weiter, wie die Sache ausgeht. Jetzt reinhören – und Frankfurt so lieben, wie es ist!

Quellen

Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:

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