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Hessischer Film- und Kinopreis 2026: Frankfurt feiert den heimischen Film

Hessischer Film- und Kinopreis 2026: Frankfurt feiert Newcomer Joscha Bongard und das Tatort-Duo Foroutan und Hasanovic am 9. Oktober im Filmmuseum.

Redaktion
·
8. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 47 Minuten

Der Sound der Weltstadt trifft Filmkunst

Film ab für Frankfurt! Der 37. Hessische Film- und Kinopreis wird am 9. Oktober 2026 im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums Frankfurt verliehen. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels lädt zur Preisverleihung ein – und die Namen der Nominierten sowie erste Preisträgerinnen und Preisträger stehen schon fest. Wir haben für euch zusammengefasst, wer sich 2026 über eine der wichtigsten Auszeichnungen der hessischen Filmbranche freuen darf.

Keine große Gala, aber volle Würdigung

Anders als in den Vorjahren gibt es diesmal keine große Gala in der Alten Oper. Wie die Deutsche Presse-Agentur über die Nachrichtenagentur zeit.de berichtet, kostete die Gala zuletzt 500.000 Euro – und Minister Gremmels sagte dazu: Man müsse als Land Hessen überall sparen. Trotzdem bleibt die Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger im Fokus. Räumlich wird es kleiner, inhaltlich bleibt alles beim Alten. Preise und Preisgelder bleiben nämlich konstant – ein klares Zeichen für die hessische Filmbranche.

Newcomer-Preis geht nach Kassel

Der mit 5.000 Euro dotierte Newcomer-Preis geht an Regisseur und Drehbuchautor Joscha Bongard aus Kassel. Sein Abschluss- und Debütfilm „Babystar“ feierte in Toronto Weltpremiere und wird seitdem international auf Festivals gezeigt. Der Film beschäftigt sich mit einer Influencer-Familie und wirft Fragen auf, wie viel Öffentlichkeit Kindheit verträgt.

Diese Filme sind nominiert

In der Kategorie Spielfilm gehen „A Sad And Beautiful World“ von Cyril Aris, „I’ll be gone in June“ von Katharina Rivilis sowie „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ins Rennen. Bei den Dokumentarfilmen stehen „10s Across the Borders (The Beauty of Ballroom)“ von Sze-Wei Chan, „Haus 4“ von Philipp Schaeffer sowie „Sieben Kreise der Hölle“ von Andrzej Klamt zur Wahl. Auch Kurzfilm, Hochschulabschlussfilm und Drehbuch sind mit jeweils drei Nominierungen vertreten.

Tatort-Duo räumt ab – Schauspielpreis für Frankfurt-Ermittler

Besonders spannend für alle Frankfurt-Fans: Der Hessische Rundfunk verleiht seinen „Schauspielpreis des Hessischen Rundfunks“ an Melika Foroutan und Edin Hasanovic. Die beiden spielen seit Herbst 2025 das neue Ermittlerduo des Frankfurter Tatorts. Laut der Jurybegründung tasten sie als Ermittlerduo auf beeindruckende Weise die Bruchstellen einer Gesellschaft ab, besonders im Tatort „Fackel“.

Buchmesse und Queer Media Society mit eigenen Preisen

Die Frankfurter Buchmesse, die in der Woche der Preisverleihung stattfindet, vergibt erneut ihren Preis für die beste Adaption. Ausgezeichnet wird der Film „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ von Volker Schlöndorff, der auf Jenny Erpenbecks gleichnamigem Roman aus dem Jahr 2007 basiert. Den „QMS RESPECT Award“ der Queer Media Society erhalten Karin Hanczewski und Godehard Giese. Sie initiierten 2021 die Coming-out-Aktion #ActOut, bei der sich 185 Schauspielerinnen und Schauspieler als schwul, lesbisch, bi, queer, nicht-binär oder trans outeten.

215.000 Euro für hessische Kinos

Auch die Kinolandschaft wird kräftig unterstützt: Der Hessische Kinopreis ist wie im Vorjahr mit insgesamt 215.000 Euro dotiert und geht an 21 gewerbliche sowie zehn nicht-gewerbliche Kinos. Die Hauptpreise mit jeweils 20.000 Euro gehen an das Kino Traumstern in Lich und das Mal Seh’n Kino in Frankfurt. Das Harmonie Kino in Frankfurt erhält zusätzlich den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis der Kino-Jury für sein Engagement in der Publikumsansprache. Auch kleinere Frankfurter Kinos wie die Pupille, das naxos.Kino und das Cinéma werden mit Preisgeldern bedacht.

Ein starkes Signal für den Filmstandort Hessen

Der Hessische Film- und Kinopreis wird seit 1990 verliehen und würdigt Filmemacherinnen, Filmemacher sowie Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber im Land. Mit konstanten Preisgeldern trotz Sparzwang sendet Hessen ein klares Signal: Die Filmkultur bleibt ein wichtiger Teil der regionalen Identität – und Frankfurt steht als Bühne für diese Auszeichnung einmal mehr im Mittelpunkt. Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiterhin bei uns – jetzt reinhören!

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