
Hape Kerkeling rief in der Frankfurter Paulskirche zu Mut, Zuversicht und Zusammenhalt auf. Alle Infos zur Talisman-Preisverleihung und den Preisträgern 2024.
Die Paulskirche hat wieder mal gezeigt, warum sie DAS Symbol für Demokratie in Deutschland ist! Komiker Hape Kerkeling hat dort bei der Verleihung des Talisman-Preises eine Rede gehalten, die aufhorchen lässt. Sein Appell: mehr Hoffnung, mehr Mut, mehr Optimismus. Genau das, was unsere Stadt und unser Land gerade gut gebrauchen können.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, sprach Kerkeling in der Paulskirche über das, was eine freie, demokratische Gesellschaft eigentlich braucht, um zu funktionieren: Zuversicht und Zusammenhalt. Seine Botschaft war unmissverständlich – jede Diktatur nährt sich laut Kerkeling von Schwarzmalern und Spaltern, von Menschen, die keine Zukunft versprechen, sondern nur Feinde.
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur, die von der Süddeutschen Zeitung übernommen wurde, warnte der 61-Jährige davor, sich an den groben Ton mancher politischer Stimmen zu gewöhnen. Rechtspopulisten würden versuchen, an die Macht zu kommen und dabei auf Gossenjargon zurückgreifen. Kerkeling zog dabei auch einen Bogen zur deutschen Geschichte und machte deutlich: So habe der Faschismus einst angefangen.
Besonders eindringlich war laut dpa sein Satz: Der Hass habe in unserer Geschichte einen Platz gehabt – und genau deshalb dürfe er in unserer Zukunft keinen mehr haben. Wer damals gesagt habe, es werde schon nicht so schlimm, der habe sich tödlich geirrt. Und wer heute sage, es sei eh alles verloren, der irre genauso.
Am Ende seiner Rede richtete Kerkeling einen direkten Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie mutig und lassen Sie uns dafür sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Klare Worte, die hängen bleiben – und genau das macht diesen Auftritt in der Paulskirche so besonders.
Wie die FAZ außerdem berichtet, machte Kerkeling zuletzt auch aus anderem Grund Schlagzeilen: Eine Petition hatte sich dafür ausgesprochen, ihn als Bundespräsidenten vorzuschlagen.
Der Talisman-Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal von der Deutschlandstiftung Integration vergeben. Ausgezeichnet wurden laut dpa fünf Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik für ihr gesellschaftliches Engagement: die ehemalige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der Ortsbürgermeister von Rhaunen Yannick Bares, die Kölner Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend, die gewählte Göttinger Oberbürgermeisterin Onyeka Oshionwu, die ihr Amt zum 1. November 2026 antritt, sowie die Bürgermeisterin von Ostritz, Stephanie Rikl.
Die FAZ ergänzt dazu: Die Deutschlandstiftung Integration setzt sich seit ihrer Gründung 2008 für Chancengleichheit von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundeskanzlers, Vorsitzender des Stiftungsrates ist seit 2017 der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.
Egal ob Komiker, Preisträger oder Zuhörer – an diesem Abend ging ein klares Signal von der Paulskirche aus: Zusammenhalt und Mut sind keine leeren Worte, sondern das, was unsere Demokratie jeden Tag braucht. Genau solche Momente machen Frankfurt zu dem, was es ist – ein Ort, an dem große Themen verhandelt werden. Der Sound der Weltstadt eben!






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