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Grippewelle in Hessen: Die Zahlen gehen hoch – jetzt handeln!

Grippewelle in Hessen: Rund 13.740 Fälle gemeldet, RKI und hessenschau.de erklären, wer sich jetzt impfen lassen sollte und was wirklich schützt.

Redaktion
·
31. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Stunden

Husten, Fieber, Gliederschmerzen – die Grippesaison ist da

Der Herbst ist da, und damit auch die Erkältungs- und Grippesaison in Hessen! Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden deutschlandweit in der Infektsaison 2025/26 rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen registriert, mehr als 240.000 davon waren bestätigte Influenza-Fälle. Allein in Hessen wurden laut RKI rund 13.740 Grippe-Fälle gemeldet. Das Robert Koch-Institut betont in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin: In den vergangenen vier Wochen kamen etwas mehr als 100 weitere Influenza-Fälle dazu, davon 21 allein in der vergangenen Woche.

Hessens Gesundheitsministerin Diana Scholz (CDU) ruft deshalb dazu auf, den eigenen Impfstatus zu checken und sich rechtzeitig über empfohlene Impfungen zu informieren. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, können Infektionen mit Influenza-, Covid- oder RS-Viren besonders für ältere und vorerkrankte Menschen gefährlich werden.

Die Grippewelle 2025/26 im Rückblick

Laut dem Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts begann die Grippewelle in der Saison 2025/26 bereits in der 48. Kalenderwoche 2025 – zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Vorsaisons. Sie dauerte insgesamt 15 Wochen und endete in der 10. Kalenderwoche 2026. Ihren Höhepunkt erreichte das Geschehen Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar 2026. Das Robert Koch-Institut stuft die gesamte Wintersaison 2025/26 trotzdem als moderat ein, denn insgesamt wurden weniger Fälle beobachtet als in den beiden vorherigen Wintern.

Geprägt wurde das Geschehen fast vollständig durch Influenza-A-Viren, vor allem durch die Variante A(H3N2). Besonders betroffen waren laut RKI Menschen ab 60 Jahren – bei ihnen war die Krankheitslast sogar etwas höher als in der Saison zuvor. Bundesweit kam es zu rund 429.000 Krankenhausaufnahmen wegen schwerer akuter Atemwegsinfektionen, knapp 23.000 davon allein in der stärksten Woche.

Wer sich jetzt impfen lassen sollte

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeimpfung bestimmten Gruppen ganz klar: allen Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren ab dem zweiten Drittel, Menschen mit chronischen Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber oder Nieren, Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen sowie Personen, die im medizinischen Bereich arbeiten oder viel Kundenkontakt haben. Auch wer mit Risikopersonen zusammenlebt oder diese pflegt, sollte sich impfen lassen.

Geimpft werden kann beim Hausarzt, beim Betriebsarzt oder mittlerweile auch in vielen Apotheken – die Zahl der impfenden Apotheken ist laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in den letzten Jahren stetig gewachsen. Der beste Zeitpunkt: Oktober bis spätestens Mitte Dezember, denn der volle Impfschutz braucht zehn bis 14 Tage zum Aufbauen. Aber auch mitten in der Grippewelle kann eine Impfung noch sinnvoll sein, weil sich Dauer und Stärke der Welle nicht genau vorhersagen lassen.

Laut aktuellen RKI-Erhebungen senkt die Grippeimpfung das Infektionsrisiko um mehr als die Hälfte. Und selbst wer sich trotzdem ansteckt, hat meist einen deutlich milderen Verlauf. Die Verträglichkeit ist in der Regel gut, gelegentlich können leichte Erkältungssymptome wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten, die aber schnell wieder abklingen.

Was ihr sonst noch wissen solltet

Grippe- und Corona-Impfung lassen sich laut Stiko problemlos kombinieren, am besten an unterschiedlichen Armen. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für alle, denen die Impfung empfohlen wird. Impfstoff gibt es auch genug: Allein in der Kalenderwoche 40 wurden laut Paul-Ehrlich-Institut rund 16,3 Millionen Impfdosen freigegeben.

Neben der Impfung hilft gegen die Grippe auch der Klassiker: Hände waschen, in die Armbeuge husten und niesen, regelmäßig lüften. Wer sich schon erwischt hat, sollte sich Ruhe gönnen, viel trinken und bei hohem Fieber oder anhaltenden Beschwerden den Hausarzt kontaktieren. Bleibt gesund da draußen, Frankfurt!

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